
Die peruanische Generalstaatsanwältin Patricia Benavides hat am Montag vor dem Kongress der Republik eine Verfassungsklage gegen den ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo wegen angeblicher Verbrechen der Rebellion und Verschwörung eingereicht.
Die Klage betrifft nicht nur Castillo, sondern auch den ehemaligen Premierminister Betssy Chávez, seinen Amtsvorgänger Aníbal Torres und Innenminister Willy Huerta, wie der peruanische Radiosender RPP berichtet.
Der Kongress der Republik hat an diesem Montag die Sondergerichtsbarkeit für den ehemaligen Präsidenten Castillo aufgehoben und damit das Vorrecht der Amtsenthebung, das der Andenstaatschef bisher genoss, abgeschafft.
Am Mittwoch kündigte Castillo die Auflösung des Parlaments an, um einen Misstrauensantrag gegen ihn zu vermeiden, und die Einsetzung einer Notstandsregierung. Die Maßnahmen erhielten nicht die nötige Unterstützung, und schließlich wurde der Präsident von der Staatsanwaltschaft angeklagt und verhaftet.
Nach diesem Vorfall wurde Dina Boluarte, die bis dahin seine «Nummer zwei» gewesen war, zur Präsidentin von Peru ernannt. Diese Entscheidung hat bei bestimmten Teilen der Bevölkerung Unbehagen ausgelöst, die dagegen demonstriert haben.






