
Der Rechtsextremist, der für den tödlichen Anschlag auf eine Synagoge in Halle (Deutschland) im Jahr 2019 verurteilt wurde, hat kurzzeitig zwei Gefängnisbedienstete als Geiseln genommen und wurde verletzt, als er von anderen Bediensteten in der Einrichtung in der Nähe der Stadt Magdeburg zurückgehalten wurde.
Stephan Balliet hatte am Montagabend gegen 21.00 Uhr zwei Mitarbeiter für etwa eine Stunde als Geiseln genommen, wie das deutsche Justizministerium in einer Erklärung bestätigte, wobei die Geiseln nicht verletzt wurden.
Zunächst war unklar, warum es Balliet gelungen war, die beiden Mitarbeiter in der nordöstlich von Magdeburg gelegenen Justizvollzugsanstalt Burg als Geiseln zu nehmen. Der Vorfall hat eine umfangreiche Polizeiaktion ausgelöst, und die Ermittlungen unter der Leitung des Landeskriminalamts laufen innerhalb des Gefängnisses.
Am 9. Oktober 2019, am Jom Kippur, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender, versuchte Balliet, in eine Synagoge in der Oststadt von Halle einzudringen. Als sich die Tür widersetzte, erschoss er zwei in der Nähe stehende Personen und verwundete zwei weitere, als er floh.
Später gestand er den Angriff und wurde 2020 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Er verbüßt seine Strafe derzeit in einem modernen Hochsicherheitsgefängnis in Sachsen-Anhalt, etwa 100 Kilometer westlich von Berlin.






