
Der kolumbianische Senat hat heute Morgen ein schrittweises Verbot grausamer Tierunterhaltungspraktiken verabschiedet, das sich direkt gegen den Stierkampf richtet, andere Praktiken wie den Hahnenkampf jedoch ausklammert.
Der vom Senat gebilligte Gesetzentwurf sieht vor, dass die Unternehmer dieser Art von Tätigkeit in den nächsten drei Jahren schrittweise nach Alternativen für ihr wirtschaftliches Einkommen suchen müssen, so der lokale Radiosender RCN Radio.
Unter den Änderungen, die der Vorschlag erfahren hat, sticht hervor, dass der Hahnenkampf aus dem Verbot ausgeklammert wird, während die Bedingungen zur Vermeidung von Tierquälerei in den Corralejas untersucht werden sollen, ähnlich wie bei den Capeas in Spanien.
«Der Senat schreibt Geschichte», jubelte die Senatorin von Alianza Verde, Andrea Padilla, die treibende Kraft hinter dem Vorschlag. Sie dankte den Scharen, die die Regierung unterstützen, und auch der oppositionellen Cambio Radical, die sich der Maßnahme angeschlossen hat.
Padilla bedankte sich in den sozialen Netzwerken auch beim Präsidenten des Landes, Gustavo Petro, beim Präsidenten des Senats, Roy Barreras, und beim kolumbianischen Innenminister, Alfonso Prada.
Der Gesetzesentwurf ist nicht ohne Ungewissheit vorangekommen, da während der Sitzung sogar die Möglichkeit bestand, dass die Beschlussfähigkeit gebrochen wurde, da mindestens 30 Senatoren den Raum verließen. Dies veranlasste Barreras, die Sitzung zu verlängern, so dass die Abstimmung schließlich in Anwesenheit aller erforderlichen Parlamentarier stattfinden konnte.
Damit der Vorschlag der Senatorin von Alianza Verde endgültig in das kolumbianische Gesetz aufgenommen werden kann, muss er laut El Tiempo bis zu zweimal im Abgeordnetenhaus debattiert werden.






