
Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso hat den Notstand in den Provinzen Guayas und Esmeraldas ausgerufen, nachdem an einem Tag der Gewalt in den Städten Guayaquil und Durán fünf Polizisten ermordet worden sein sollen und bis zu einem Dutzend Anschläge, zum Teil mit Sprengsätzen, gemeldet wurden.
Nachdem der ecuadorianische Präsident eine Reise in die Vereinigten Staaten abgesagt hatte, verkündete er in einer Fernsehansprache den Ausnahmezustand und eine 45-tägige Ausgangssperre in zwei Provinzen des Landes, wie «El Comercio» berichtet.
Lasso bezeichnete die Gewalttaten vom Dienstag als «Sabotage und Terrorismus» und behauptete, sie seien eine «Kriegserklärung an die Regierung» und die Bürger.
In diesem Sinne hat der ecuadorianische Präsident bekräftigt, dass vor seiner Regierung «die Drogenkriminalität in einem Paradies lebte» und dass sie sich jetzt «unbehaglich fühlt», wobei er warnte, dass seine Regierung keine Angst vor ihnen habe, wie «El Telégrafo» berichtet.
Ebenso wird der ecuadorianische Präsident den Kommandoposten leiten, der in Guayaquil eingerichtet werden soll, um die Gewaltwelle zu bewältigen.
Nach Angaben der Behörden des Landes konzentriert sich die Provinz Guayas, in der Guayaquil liegt, auf 62 Prozent der im Land registrierten Sprengstoffanschläge.
Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso hat seinerseits eine für Mittwoch bis Sonntag geplante Reise in die Vereinigten Staaten abgesagt, um den Kampf gegen die Bedrohung des Landes durch den Drogenhandel und organisierte Banden weiterzuführen.
«Die Priorität der nationalen Regierung ist es, den Frieden für die Ecuadorianer zu garantieren, weshalb sie dieses ernste Problem, das sie von früheren Regierungen geerbt hat, die tolerant waren und nicht gegen das organisierte Verbrechen vorgegangen sind, frontal angeht», betonte das Generalsekretariat für Kommunikation der Präsidentschaft.
Die nächtliche Gewaltwelle ereignete sich nur einen Tag, nachdem Gerüchte über eine mögliche Verlegung von Häftlingen aus dem Litoral-Gefängnis aufgetaucht waren, das im vergangenen Jahr Schauplatz mehrerer gewalttätiger Zwischenfälle war, bei denen Dutzende von Häftlingen starben.






