
Der russische Präsident Wladimir Putin traf am Montag zu einem Treffen mit seinem belarussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko in Minsk ein. Es war sein erster Besuch in diesem Land seit drei Jahren, bei dem er die bilateralen Beziehungen und die Invasion in der Ukraine erörtern wollte.
Lukaschenko traf Putin am Flughafen, wo der russische Staatschef im Rahmen einer Begrüßungstradition in dem europäischen Land Brot und Salz erhielt, wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete. Anschließend reisten die beiden Männer gemeinsam zum Palast der Unabhängigkeit, wo die Treffen stattfinden werden, wie die belarussische Nachrichtenagentur BelTA berichtet.
Nach Angaben der Agentur ist ein erstes Treffen geplant, an dem mehrere Minister beider Länder teilnehmen werden, und anschließend werden die Präsidenten zu einem persönlichen Gespräch zusammenkommen. Anschließend werden beide vor die Presse treten, um Erklärungen abzugeben.
Auf der Tagesordnung stehen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Energie- und Sicherheitsfragen, wobei der Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt stehen dürfte. Weißrussland, ein Verbündeter Moskaus, hat die Entsendung von Militärpersonal auf sein Territorium zur Unterstützung der Offensive gestattet.
Vor Putins Ankunft war der russische Außenminister Sergej Lawrow zu einem Treffen mit seinem belarussischen Amtskollegen Sergej Aleinik nach Minsk gereist, der erst kürzlich nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers Wladimir Makei in dieses Amt berufen worden war.
Nach Angaben des belarussischen Außenministeriums wurden während des Treffens «spezifische Themen» erörtert, darunter die «Bemühungen um die Bewältigung der vom Westen verhängten illegalen Sanktionen» sowie Fragen der «Wirtschafts- und Handelskooperation». Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte erwartet, dass bei den Treffen «die gesamte Palette der bilateralen Beziehungen» zur Sprache kommen würde.
Putin ordnete den Beginn der Invasion in der Ukraine wenige Tage nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der selbsternannten Republiken Donezk und Luhansk an, die in der Region Donbas (Osten) liegen und seit 2014 Schauplatz des Konflikts sind. Moskau kündigte im September die Annexion dieser Regionen sowie der Regionen Cherson und Saporischschja an, die im Rahmen des Konflikts teilweise besetzt worden waren.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






