
Die peruanische Präsidentin Dina Boluarte hat ihre Entscheidung, die Streitkräfte auf die Straßen des Landes zu schicken, um die Proteste zur Unterstützung ihres Amtsvorgängers Pedro Castillo einzudämmen, damit begründet, dass viele der Demonstranten von Verbündeten des ehemaligen Präsidenten zu Gewalttaten angestiftet werden.
In diesem Sinne schloss sich Boluarte den Argumenten des Ministerpräsidenten Alberto Otárola an, der behauptete, dass die etwa dreißig bei den Protesten getöteten Personen von einigen Politikern wie dem Abgeordneten Guillermo Bermejo manipuliert worden seien.
Die peruanische Präsidentin wollte sich in einem Interview mit Willax TV von eben dieser Gruppe distanzieren, indem sie klarstellte, dass sie sich zwar als eine Frau der Linken betrachtet, aber keine «radikale Ideologie» vertritt.
«Ich habe immer gewollt, dass alle Menschen gleich sind, ohne jegliche Diskriminierung. Aber ich möchte auch sagen, dass ich keine radikale Ideologie und keine extremistische Denkweise habe, denn ich glaube, dass Radikale und extremistisches Gedankengut dem Land viel Schaden zufügen», sagte sie.
Boluarte wollte jedoch deutlich machen, dass er trotz seiner politischen Vorstellungen das Land für alle regieren will. «Unter diesen 33 Millionen Peruanern gibt es Menschen auf der rechten Seite, Menschen in der Mitte und Menschen auf der linken Seite. Ich werde für alle regieren, ohne Ansehen der Person und ohne Diskriminierung», sagte er.
Andererseits sagte sie auch, dass sie Castillo in den anderthalb Jahren seiner krampfhaften Regierung immer unterstützt habe, damit er sein Mandat erfüllen konnte, weshalb sie nicht verstehe, warum sie als «Verräterin» und «Usurpatorin» bezeichnet werde.
«Ich habe immer darauf gesetzt, dass er seine Regierung zu Ende führt, und das weiß er auch, wir haben immer über diese verfassungsrechtliche Dimension gesprochen. Sie, Herr Präsident, sind für fünf Jahre gewählt worden, beenden Sie das Amt, aber machen Sie bitte keine Fehler, machen Sie keine Fehler mehr», sagte sie Castillo bei mehreren Gelegenheiten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






