
Das südkoreanische Militär verurteilte am Freitag den Abschuss von zwei ballistischen Raketen ins Japanische Meer durch Nordkorea, der weniger als eine Woche nach dem Abschuss von zwei Mittelstreckenraketen erfolgte und die Spannungen auf der Halbinsel verstärkte.
Der südkoreanische Generalstab teilte mit, er habe den Start von zwei ballistischen Kurzstreckenraketen aus dem Gebiet von Sunan entdeckt, die zwischen 250 und 350 Kilometer weit geflogen seien, so die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.
Er sprach auch von einer «bedeutenden Provokation», die dem Frieden und der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und auf internationaler Ebene schade, und betonte, dass es sich um eine «klare» Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats handele.
«Wir verurteilen sie und fordern ihre sofortige Beendigung», sagte er und betonte, dass das südkoreanische Militär «eine robuste Bereitschaft aufrechterhalten wird, die auf seinen Fähigkeiten beruht, auf jede Provokation durch Nordkorea mit aller Macht zu reagieren».
Bislang sind keine weiteren Einzelheiten zu diesen Starts bekannt, und Nordkorea hat sich nicht zu dieser Angelegenheit geäußert. Am Sonntag schoss Pjöngjang zwei ballistische Mittelstreckenraketen in das Japanische Meer, auch bekannt als Ostmeer, ab. Nordkorea hat in diesem Jahr mehr als 60 ballistische Raketen abgefeuert und damit einen neuen Höchststand erreicht.
Nach dem Start am Sonntag erklärten die nordkoreanischen Behörden, es handele sich um einen Test im Rahmen der Entwicklung eines militärischen Aufklärungssatelliten, der im April nächsten Jahres in die Umlaufbahn gebracht werden soll. Ziel sei es gewesen, «die Leistungsfähigkeit der Fotografie, der Satellitendaten, der Übertragungssysteme und des Bodenkontrollsystems zu bewerten».
Der Start durch Nordkorea erhöht die Spannungen in der Region, nachdem Nordkorea in den letzten Wochen Dutzende von ballistischen Raketen in Tests gestartet hat, die durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verboten sind, und damit auf Militärmanöver zwischen Washington und Seoul reagiert hat, die Pjöngjang als Invasionstest betrachtet.
Beamte der USA und Südkoreas haben am Mittwoch vereinbart, «realistische» gemeinsame Militärübungen durchzuführen, insbesondere im Hinblick auf Szenarien eines Raketen- oder Atomangriffs durch Nordkorea. Das südkoreanische Verteidigungsministerium betonte nach einem Treffen hochrangiger Verteidigungsbeamter beider Länder, dass die beiden Seiten auch im nächsten Jahr ihre gemeinsamen Übungen ausweiten wollen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






