
Äthiopiens nationale Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat am Dienstag angekündigt, dass sie am Mittwoch die Linienflüge in die Hauptstadt der Region Tigray, Mekelle, wieder aufnehmen wird, die aufgrund des im November 2020 ausgebrochenen Konflikts ausgesetzt wurden, nachdem die Regierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) im November ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet hatten.
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft, Mesfin Tasew, hat mitgeteilt, dass der Flughafen Aluba Aba Nega bereit ist, die Flüge aufzunehmen, nachdem er am Montag als Teil einer offiziellen äthiopischen Delegation nach Mekelle gereist war, wie die Zeitung «Addis Standard» berichtete.
Er teilte mit, dass der Flugbetrieb mit einem täglichen Flug wieder aufgenommen wird und dass er bei ausreichender Nachfrage ausgeweitet werden könnte. Er betonte auch, dass an der Wiederaufnahme der Verbindungen mit anderen Flughäfen in der Region Tigray gearbeitet werde.
Der Besuch der äthiopischen Delegation in Mekelle erfolgte wenige Tage, nachdem die Regierung und die TPLF vereinbart hatten, im Rahmen der Umsetzung des von der Afrikanischen Union (AU) vermittelten Waffenstillstandsabkommens ein Team zur Überwachung des Waffenstillstands in der Region einzurichten, wie der ehemalige kenianische Präsident Uhuru Kenyatta, der die Bemühungen der kontinentalen Organisation leitet, bestätigte.
Der Konflikt in Tigray brach im November 2020 nach einem Angriff der TPLF auf den Hauptstützpunkt der Armee in Mekelle aus, woraufhin die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed eine Offensive gegen die Gruppe anordnete. Der Ausbruch der Kämpfe folgte auf monatelange politische und administrative Spannungen, darunter die Weigerung der TPLF, eine Wahlverschiebung anzuerkennen, und ihre Entscheidung, Regionalwahlen außerhalb von Addis Abeba abzuhalten.
Die TPLF wirft Abiy vor, die Spannungen seit seinem Amtsantritt im April 2018, als er als erster Oromo ins Amt kam, zu schüren. Bis dahin war die TPLF die dominierende Kraft in der seit 1991 regierenden Koalition Äthiopiens, der ethnisch geprägten Ethiopian People’s Revolutionary Democratic Front (EPRDF). Die Gruppe wandte sich gegen die Reformen Abiys, die sie als Versuch ansah, ihren Einfluss zu untergraben.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






