
Der stellvertretende Außenminister Estlands, Mart Volmer, hat den ukrainischen Behörden geraten, ihre Bestrebungen für einen Ausschluss Russlands aus den Vereinten Nationen aufzugeben, da dieses Thema international wenig Unterstützung findet.
Volmer betonte, dass Estland immer an der Seite der Ukraine gestanden habe, wenn es Sanktionen gegen Russland gefordert habe, und betonte, dass der Antrag auf Ausweisung in eine «sehr gute und richtige» Richtung gehe.
«In diesem Fall sollte man bedenken, dass die Ukraine in dieser Frage leider nicht viel internationale Unterstützung hat», beklagte der estnische Diplomat gegenüber dem nationalen Radiosender ERR.
Volmer räumte ein, dass ein Ausschluss Russlands aus dem UN-Sicherheitsrat und anderen UN-Gremien möglich wäre, wenn sich mehr Staaten der Position der Ukraine anschließen würden, die der Ansicht ist, dass Moskau den Zusammenbruch der Sowjetunion ausgenutzt hat, um Sitze in diesen Gremien zu besetzen.
«Es scheint nicht sehr machbar zu sein und ist es nicht wert, im Moment viel Zeit darauf zu verwenden», betonte Volmer und fügte hinzu, dass Russland sein Veto einlegen und die Angelegenheit blockieren würde, wenn sie auf den Tisch des Sicherheitsrates käme.
Nach Ansicht des estnischen Vertreters ist es genau dieser Aspekt, der die meisten Länder dazu veranlasst, die Möglichkeit einer Ausweisung Russlands zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Betracht zu ziehen, da sie dies angesichts der Autorität Moskaus nicht für eine «realistische» Möglichkeit halten.
«Russland sollte dort behindert werden, wo es wirklich machbar ist, wo es eine gewisse Unterstützung dafür gibt, wo wir es aus den Entscheidungsprozessen in der Welt herausdrängen können», schloss der stellvertretende estnische Außenminister.
Die Ukraine hat vor kurzem ihre Absicht bekräftigt, Russland aus allen UN-Gremien, insbesondere aus dem Sicherheitsrat, auszuschließen, da es von der Position der Sowjetunion profitiert habe und seine Aufnahme in das Gremium nicht mit der UN-Charta vereinbar sei.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






