
Togos Präsident Faure Gnassingbé reiste am Mittwoch nach Bamako, um sich mit dem Chef der malischen Militärjunta, Assimi Goita, zu treffen und die Lage zu beruhigen, nachdem 46 Soldaten aus dem Nachbarland Elfenbeinküste, die auf dem Flughafen der malischen Hauptstadt festgenommen worden waren, zu 20 Jahren Haft verurteilt worden waren.
«Ich danke Oberst Assimi Goita, dem Übergangspräsidenten, und dem malischen Volk für den herzlichen Empfang heute in Bamako. Wir werden die bilaterale Zusammenarbeit und Themen von gemeinsamem Interesse besprechen, darunter Frieden, Sicherheit und regionale Integration», erklärte er in einer Nachricht im sozialen Netzwerk Twitter.
Gnassingbé gab keine Erklärungen gegenüber der Presse ab und bestieg laut Zeugenaussagen rasch ein Fahrzeug, um mit Goita nach Koulouba, dem Sitz des Präsidentenpalastes in Bamako, zu fahren, wie Radio Internationale berichtet, was auf eine mögliche Annäherung zwischen den Parteien hinweist, um eine Begnadigung der Soldaten durch den Präsidenten zu erreichen.
Togo hat in dem Konflikt zwischen Bamako und Yamoussoukro eine Art Vermittlerrolle übernommen. Ihr Außenminister Robert Dussey berichtete im September über die Freilassung von drei der 49 Soldaten, die von den malischen Streitkräften festgehalten wurden.
Die malische Justiz hat nicht nur die 46 Soldaten zu 20 Jahren Haft verurteilt, sondern auch die drei im September freigelassenen ivorischen Soldaten in Abwesenheit wegen der gleichen Straftaten zum Tode verurteilt.
Die 49 ivorischen Soldaten wurden wegen Angriffs auf die Regierung, Angriffs auf die Staatssicherheit und Transport von Waffen oder Munition mit dem Ziel der «Störung der öffentlichen Ordnung» verurteilt.
Côte d’Ivoire behauptete, die Soldaten befänden sich in Mali «im Rahmen der logistischen Operationen der nationalen Unterstützungseinheiten» der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA).
MINUSMA-Sprecher Olivier Salgado erklärte seinerseits, dass die festgenommenen Soldaten «nicht zu einem der MINUSMA-Kontingente gehörten». «Diese Soldaten sind seit Jahren im Rahmen der logistischen Unterstützung eines unserer Kontingente in Mali im Einsatz», betonte er.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






