
Das südkoreanische Militär hat davor gewarnt, dass Nordkorea kurz nach dem Start einer Interkontinentalrakete und zweier Kurzstreckenraketen, die nukleare Sprengköpfe tragen könnten, eine vierte Rakete in die Gewässer des Japanischen Meeres, auch bekannt als Ostmeer, geschossen hat.
Die südkoreanische Regierung, die keine näheren Angaben zu den Merkmalen dieses jüngsten ballistischen Tests gemacht hat, hat davor gewarnt, dass die zuvor gestarteten Raketen über nukleare Fähigkeiten verfügen und Tausende von Kilometern weit fliegen könnten.
Bei der ersten Rakete, die am Donnerstag abgefeuert wurde, handelt es sich um ein Interkontinentalprojektil, während die beiden anderen Kurzstreckenraketen Berichten zufolge von Kaechon aus abgefeuert wurden, das etwa 90 Kilometer von der Hauptstadt Pjöngjang entfernt liegt.
Die südkoreanischen Behörden ziehen jedoch die Möglichkeit in Betracht, dass es sich bei den Kurzstreckenraketen in Wirklichkeit um Mittelstreckenraketen handelt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.
Sowohl Langstreckenraketen als auch Mittelstreckenraketen können nukleare Sprengköpfe tragen. Die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Resolutionen verbieten es Nordkorea, ballistische Raketentests mit Geschossen dieser Reichweite durchzuführen.
Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministers Yasukazu Hamada flog die erste Rakete über japanisches Hoheitsgebiet, bevor sie in die Gewässer des Japanischen Meeres stürzte. Er wies auch darauf hin, dass eine der Raketen vom Radar der Armee verschwunden sei, was bereits untersucht werde.
Nordkorea beschuldigt die USA regelmäßig, an der Seite der südkoreanischen Streitkräfte Angriffe in der Region vorzubereiten, was von beiden Seiten zurückgewiesen wird. Washington hat derzeit rund 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.






