
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock reiste am Dienstag in die ukrainische Stadt Charkow, wo sie versicherte, dass Berlin Kiew weiterhin im Krieg unterstützen und den Beitritt zur Europäischen Union befürworten wird.
Bei ihrem Besuch in Charkow – dem ersten eines Vertreters der deutschen Regierung, der aus Sicherheitsgründen geheim gehalten wurde – wurde Baerbock von ihrem ukrainischen Amtskollegen Dimitro Kuleba und dem deutschen Botschafter in Kiew, Oleksii Makeiev, begleitet.
Der Chef der deutschen Diplomatie betonte, dass die ukrainische Bevölkerung «wissen muss, dass sie auf die Solidarität und Unterstützung Deutschlands zählen kann» und rief dazu auf, «den Platz der Ukraine in der europäischen Familie nicht aus den Augen zu verlieren, auch nicht im Kriegswinter».
Mit Blick auf den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union betonte Baerbock, dass Kiew auf die Unterstützung Berlins zählen könne, das dem osteuropäischen Land konkrete Angebote zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, der Unabhängigkeit der Institutionen, der Korruptionsbekämpfung und der Anpassung an die Standards des europäischen Blocks machen werde.
Die deutsche Ministerin wurde bei ihrer Ankunft in Charkow vom Gouverneur der Region, Oleg Sinjehubow, und dem Bürgermeister der Stadt, Igor Terechow, empfangen. Sie besuchte ein von Russland zerstörtes Kraftwerk, das Teil der anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ist.
Anschließend besuchte Baerbock ein Kinderkrankenhaus, wo er sich mit Patienten und deren Eltern traf und den Kindern Geschenke wie Buntstifte und Ersatzbatterien überreichte.
Er besuchte auch eine Kinderschule, wo er die klimatischen Bedingungen der Infrastruktur überprüfte, deren Heizungsanlage ebenfalls von den russischen Streitkräften angegriffen wurde.
Charkow ist eine der Städte, die von Russland im Krieg am meisten verwüstet wurden. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden mehr als 8.000 Häuser durch Artillerie- und Raketenangriffe der russischen Seite beschädigt.
Nach dem Erfolg der ukrainischen Gegenoffensive kehren die Bewohner eines Großteils der Region jedoch in ihre Häuser zurück und versuchen, trotz täglicher Luftalarme ein normales Leben zu führen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






