
Der britische Premierminister Rishi Sunak hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskij bestätigt, dass er eine Lieferung von Challenger-2-Panzern als militärische Hilfe gegen die russische Invasion in das Land schickt, eine Entscheidung, gegen die die russische Botschaft im Vereinigten Königreich als Schritt zur Eskalation des Konflikts protestiert.
Das Vereinigte Königreich ist die erste westliche Macht, die Kiew mit Kampfpanzern für die Front beliefert. Dies ist ein Höhepunkt in der Geschichte der militärischen Unterstützung der Ukraine, obwohl die NATO eine Verschärfung der Feindseligkeiten befürchtet.
In einem Telefonat am Samstag bestätigte Sunak die Absicht, «die britische Unterstützung für die Ukraine zu intensivieren, unter anderem durch die Lieferung von Challenger-2-Panzern und zusätzlichen Artilleriesystemen».
Der Premierminister und Präsident Zelenski «begrüßten» weitere internationale Zusagen in diesem Zusammenhang, darunter das Angebot Polens, eine Kompanie Leopard-Panzer zur Verfügung zu stellen.
In der Erklärung der Downing Street wird zwar nicht die genaue Zahl der Panzer genannt, aber Regierungsquellen hatten zuvor der Boulevardzeitung «The Sun» mitgeteilt, dass die Absicht bestehe, mindestens vier Panzer «sofort» und «acht weitere in naher Zukunft» zu entsenden.
Der ukrainische Präsident begrüßte die Entscheidung und dankte dem Vereinigten Königreich für «die stets starke Unterstützung des Vereinigten Königreichs, die nun unerschütterlich geworden ist».
«Entscheidungen wie diese stärken uns nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern senden auch das richtige Signal an andere Verbündete», fügte er hinzu und verwies auf Länder wie Polen, das die Entsendung von Leopard-2-Panzern in Erwägung zieht.
Auch der Leiter des Präsidialamtes, Andrej Jermak, begrüßte die Lieferung: «Wir danken Ihnen, dass Sie uns ein neues Verteidigungspaket zur Bekämpfung des Feindes zur Verfügung gestellt haben. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie in Europa», twitterte er, ebenso wie Zelenski.
Die russische Botschaft hingegen bedauerte die Entscheidung. «Das Vereinigte Königreich scheint darauf bedacht zu sein, seinen Status als NATO-Führungsmacht zu bekräftigen, indem es Kiew aufrüstet und den Konflikt eskalieren lässt», protestierte er.
«Die Briten, die kriegsmüde sind und sich nach Frieden sehnen, werden heute enttäuscht: Man kann ein Feuer nicht mit Benzin löschen», warnte Russland.
«Die Anwesenheit von Panzern in der Konfliktzone», heißt es weiter, «wird nur dazu dienen, die Kampfhandlungen zu intensivieren, was zu mehr Opfern, auch unter der Zivilbevölkerung, führen wird». Die Botschaft ist der Ansicht, dass diese Situation «ironischerweise ganz im Einklang mit den Zielen Londons steht, den Konflikt zu verlängern».
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






