
Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Freitag den chinesischen Präsidenten Xi Jinping aufgefordert, seinen Einfluss auf Russland zu nutzen, um die vor fast acht Monaten begonnene Invasion in der Ukraine so schnell wie möglich zu beenden, und an die «Verantwortung» des asiatischen Riesen für den Frieden appelliert.
Während seines Besuchs in China nutzte Scholz die Gelegenheit zu einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef und scheidenden Premierminister Li Keqiang, mit dem er über aktuelle Herausforderungen der internationalen Politik sprach.
Er wies darauf hin, dass China «ein großes Land» sei, und betonte, dass die Parteien die russische Rhetorik in Bezug auf den Einsatz von Atomwaffen für «inakzeptabel» hielten, während er den Besuch verteidigte und darauf hinwies, dass es «richtig ist, in Peking zu sein».
Er warnte auch vor den Folgen einer militärischen Intervention in Taiwan, obwohl er Deutschlands Unterstützung für die «Ein-China-Politik» verteidigte. Das bedeutet aber auch, dass jede Veränderung friedlich und in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen kann», sagte er.
In diesem Sinne hob er hervor, dass die Menschenrechte «universell» sind, wie die Vereinten Nationen erklären, und betonte, wie wichtig es ist, sie in der Region Xinjiang zu verteidigen, wo die uigurische Bevölkerung konzentriert ist. «Dies ist keine Einmischung in innere Angelegenheiten», betonte der Außenminister in Bezug auf die übliche Position Chinas.
CHINA RUFT ZU «RESPEKT» UND «ZUSAMMENARBEIT» AUF
Xi betonte seinerseits, wie wichtig es sei, dass zwei «einflussreiche Mächte» in «Zeiten des Wandels und des Chaos» mit «Respekt» zusammenarbeiten. Der chinesische Staatschef rief zur «Zusammenarbeit» auf, um die Beziehungen trotz der Kritik des Westens zu verbessern.
Bei seinem ersten Besuch in Deutschland als Bundeskanzler sagte Xi, das Treffen werde es den beiden Ländern ermöglichen, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen», so die South China Morning Post.
Die Reise des deutschen Bundeskanzlers hat für Aufregung gesorgt, da er das erste Staatsoberhaupt der G7 ist, das das Land seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie besucht. Der Besuch hat auch zu verstärkten Spannungen geführt, da westliche Politiker wirtschaftliche Maßnahmen im Vergleich zum chinesischen Modell befürworten.
Scholz räumte am Donnerstag ein, dass der Krieg in der Ukraine die internationalen Beziehungen verändert habe, sagte aber: «Auch unter diesen Umständen bleibt China ein wichtiger Handels- und Wirtschaftspartner für Deutschland und Europa. «Wir wollen uns nicht von ihr distanzieren (…), aber wir können auch nicht von ihr abhängig sein», betonte er seinerzeit.






