
Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar wies am Montag die Vorstellung zurück, dass das Land angesichts der «antitürkischen» Proteste, die am Wochenende in der schwedischen Hauptstadt Stockholm stattfanden, «schweigen» würde.
«Es ist für uns nicht akzeptabel, angesichts solcher Vorfälle zu schweigen», sagte Akar und bezog sich dabei auf die Verbrennung einer Korankopie vor der türkischen Botschaft im Rahmen einer Demonstration gegen die schwedische NATO-Mitgliedschaft und den von der türkischen Regierung ausgeübten Druck.
Akar, der die schwedischen Behörden erneut aufgefordert hat, «die trilateralen Vereinbarungen» einzuhalten, die auch mit Finnland getroffen wurden, um den Weg für die NATO-Mitgliedschaft der beiden Länder freizumachen, hat damit gedroht, seine Meinung zu ändern. Dann ist unser Standpunkt zu ihrer Mitgliedschaft klar», sagte er laut der Tageszeitung «Hurriyet».
Er wetterte gegen Stockholm, weil es dem rechtsextremen Politiker Rasmus Paludan erlaubt hatte, den Koran zu verbrennen. In der Folge bestätigten die Behörden die Aussetzung des Besuchs des schwedischen Verteidigungsministers Pal Jonson, der am 27. Januar nach Ankara reisen sollte, um über den Beitritt Schwedens zum Bündnis zu sprechen.
«Einfach ausgedrückt: So wie sie eine Zusammenarbeit mit der NATO im Bereich der Verteidigung anstreben, wollen wir eine Zusammenarbeit im Bereich des Terrorismus. Sie bitten um Unterstützung bei der Verteidigung und Sicherung ihrer Länder, lehnen aber unsere Forderungen zur Beendigung des Terrorismus ab», beklagte er und fügte hinzu, dass die Türkei «die Politik der offenen Tür der NATO immer unterstützt hat». «Wir sind nicht gegen ihre Einbeziehung», sagte er.
In diesem Zusammenhang betonte er, dass Ankara von beiden Ländern erwarte, dass sie «all diese Aktionen» gegen die Türkei «in Übereinstimmung mit dem trilateralen Pakt, der im Juni 2022 während des NATO-Gipfels in Madrid geschlossen wurde», beenden werden.
Schweden und Finnland haben sich nach dem Beginn des russischen Einmarsches in der Ukraine entschlossen, ihre neutrale Position aufzugeben und damit die NATO-Mitgliedschaft zu beantragen. Von den 30 NATO-Mitgliedern haben nur die Türkei und Ungarn ihre Mitgliedschaft noch nicht ratifiziert.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






