
Die pakistanische Polizei meldete am Sonntag die Verhaftung eines Geschäftsmannes, der eine Fabrik besaß und dem fahrlässige Tötung vorgeworfen wird, weil 18 Menschen, darunter 16 Kinder, durch giftige Dämpfe in der Stadt Karatschi ums Leben gekommen waren. Drei weitere Eigentümer werden zur Verhaftung gesucht.
Laut der pakistanischen Zeitung «Down» wurden in den letzten zwei Wochen 18 Todesfälle in den Vierteln Ali Muhammad Goth und Mowach Goth gemeldet, die auf das Einatmen von Dämpfen aus der Fabrik zurückzuführen sind.
Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Verhaftungen auf die Beschwerde eines Bürgers zurückgehen, der vier Mitglieder seiner Familie in Ali Mohammed Goth verloren hat.
Die Anklageschrift enthält eine Anklage wegen Totschlags und eine Anklage wegen fahrlässigen Umgangs mit giftigen Stoffen nach dem Strafgesetzbuch.
Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass in letzter Zeit mehrere Recyclinganlagen in der Gegend errichtet wurden, ohne dass Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der giftigen Gase getroffen wurden, die seine drei Kinder – 18, 4 und 1 Jahr alt – und seine Frau getötet haben.
In der Beschwerde heißt es, dass auch andere Kinder an den Folgen dieser Dämpfe gestorben sind, aber begraben wurden, ohne dass ein Gerichtsverfahren durchgeführt oder die Polizei informiert wurde.
In der Zwischenzeit weisen die Behörden auf einen möglichen Masernausbruch als Ursache für die Todesfälle hin, haben aber darum gebeten, keine Schlüsse zu ziehen, bevor die entsprechenden Bluttests abgeschlossen sind.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






