
Der Hohe Vertreter der EU für Außenpolitik, Josep Borrell, hat am Dienstag bei einem Treffen mit dem bolivianischen Außenminister Rogelio Mayta seine Verurteilung «aller Gewaltakte» in Bolivien bekräftigt und sein Engagement für Sucre betont.
«Bei einem Treffen mit Außenministerin Mayta haben wir die Situation in Bolivien angesprochen, alle Gewalttaten entschieden verurteilt und die Bedeutung des Dialogs, der Achtung der Rechtsstaatlichkeit, eines ordnungsgemäßen Verfahrens und einer Justizreform betont», so Borrell auf seinem Twitter-Profil.
Mayta seinerseits erklärte in demselben sozialen Netzwerk, dass er bei seinem Treffen mit Borrell die bilaterale Agenda besprochen und «Angelegenheiten von Interesse» ausgetauscht habe. «Wir arbeiten daran, unsere Beziehungen zu stärken», fügte er hinzu.
Bereits im Januar rief die EU dazu auf, Gewalt im Land zu vermeiden und im Fall des Gouverneurs von Santa Cruz, Luis Fernando Camacho, der wegen seiner Rolle bei den gewalttätigen Demonstrationen und Protesten im Jahr 2019, die mit der Absetzung des damaligen Präsidenten Evo Morales endeten, verhaftet und inhaftiert wurde, ein ordnungsgemäßes Verfahren einzuhalten.
Camacho ist der Gouverneur der reichsten Region Boliviens und seit jeher ein Gegner der Regierungen der Bewegung zum Sozialismus (MAS), der Schauplatz von Protesten und Blockaden war, die sich zuletzt gegen das Volkszählungsgesetz richteten.
Der Grund für seine Verhaftung ist seine Rolle bei den gewalttätigen Demonstrationen und Protesten, die stattfanden, nachdem die Opposition, unterstützt von den Streitkräften, den ehemaligen Präsidenten Morales unter Druck gesetzt hatte, auf seinen Sieg bei den Wahlen im Oktober 2019 zu verzichten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






