
Eine internationale Vermittlungsdelegation hat sich mit der Tuareg-Rebellenkoalition Coordination of Azawad Movements (CMA) im Norden Malis getroffen, um den Dialog zwischen den Unterzeichnern des Friedensabkommens von 2015 wieder aufzunehmen.
Diese internationale Mission, die sich aus im Land akkreditierten Botschaftern, Diplomaten und unabhängigen Beobachtern zusammensetzt, reiste von Bamako in die Tuareg-Hochburg Kidal im Norden des Landes, um ein Treffen abzuhalten, bei dem die Positionen der malischen Regierung näher gebracht werden sollten, wie das Nachrichtenportal Maliweb am Donnerstag berichtete.
An dem Treffen nahmen auch Vertreter der Afrikanischen Union, der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) teil, wie ein Sprecher der AMC, Attaye Ag Mohamed, auf seinem Twitter-Profil mitteilte.
«Wir fordern die beiden Parteien auf, zum Dialog zurückzukehren», erklärte eine diplomatische Quelle, die mit dem von Algerien geleiteten Vermittlungsprozess vertraut ist, und fügte hinzu, dass man die Einsetzung von Kommissionen zur Weiterverfolgung des Abkommens «wieder in Gang bringen» wolle, wie Radio France Internationale berichtete.
Die CMA, ein Bündnis aus nationalistischen Tuareg-Gruppen und Nordarabern, hatte im Dezember ihre Beteiligung am Friedensabkommen von 2015 ausgesetzt und angesichts der mangelnden Bereitschaft der malischen Junta, das Abkommen einzuhalten, einen internationalen Vermittlungsprozess an einem neutralen Ort gefordert.
Zuvor hatte die Tuareg-Koalition Algerien um eine Dringlichkeitssitzung gebeten, da sie das 2015 unterzeichnete Friedensabkommen als gescheitert ansah. Sie begründete dies mit dem «anhaltenden Mangel an politischem Willen der Übergangsbehörden», die Feindseligkeiten in der Region Azawad zu beenden, wo die Separatisten eine größere Autonomie fordern.
Im Rahmen des 2015 unterzeichneten Pakts wurden separatistische Tuareg-Gruppen in die Streitkräfte aufgenommen, ein Waffenstillstand wurde besiegelt und es wurde vorgeschlagen, dem nördlichen Teil Malis mehr Befugnisse zu übertragen sowie eine regionale Sicherheitstruppe und einen Entwicklungsplan zu schaffen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






