
Der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Frank Ullrich, hat sich offen kritisch dazu geäußert, dass russische und weißrussische Sportler an internationalen Sportereignissen wie den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Paris teilnehmen dürfen.
«Es ist das falsche Signal, über die Teilnahme von Sportlern aus Russland nachzudenken, solange Russland auf europäischem Boden Krieg führt», sagte Ullrich am Mittwoch den Medien der Funke-Gruppe.
Der Ausschussvorsitzende betonte, dass niemand nur aufgrund seiner Herkunft benachteiligt werden dürfe, und verteidigte das Recht auf Leben und Freiheit, das Russland in der Ukraine untergräbt.
«Das Leben und die Rechte unzähliger Menschen werden durch den russischen Angriffskrieg missachtet und ausgelöscht», so Ullrich.
Ullrichs Nummer zwei, Philip Krämer, sagte, dass weißrussische Athleten ebenfalls nicht an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen sollten, solange sein Land weiterhin als enger Verbündeter Russlands bei dessen Offensive gegen die Ukraine agiert.
Russische und belarussische Sportler sind seit Beginn der russischen Invasion vor fast einem Jahr von den meisten großen Sportveranstaltungen ausgeschlossen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat jedoch die Tür für eine mögliche Rückkehr zu Sportveranstaltungen unter neutraler Flagge offen gelassen.
Dieser Vorschlag wurde nicht nur von der Ukraine kritisiert, sondern auch von vielen ihrer europäischen Verbündeten – insbesondere den baltischen und nordischen Ländern sowie Polen -, die sogar zu einem allgemeinen Boykott der Olympischen Spiele 2024 in Paris aufgerufen haben.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






