
Die türkischen Rettungskräfte haben in der Nacht zum Samstag sieben Menschen, darunter ein sieben Monate altes Baby, gerettet, nachdem sie nach den Erdbeben vom Montag im Süden des Landes nahe der syrischen Grenze mehr als 140 Stunden lang unter Trümmern begraben waren.
Ein sieben Monate altes Baby wurde 140 Stunden nach Beginn des Bebens in der Stadt Antioch in der Provinz Hatay gefunden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
In derselben Provinz konnten die Rettungskräfte eine schwangere Frau, ihren Bruder und eine weitere Person aus den Trümmern bergen.
Darüber hinaus wurde ein 13-jähriges Mädchen in der Stadt Gaziantep nach 133 Stunden gerettet.
Im Bezirk Onikisubat in der Provinz Kahramanmarasch fanden Rettungskräfte einen 26-jährigen Mann, der aus den Trümmern eines elfstöckigen Gebäudes gerettet worden war, wie die Agentur berichtete.
Unterdessen berichtet die türkische Zeitung «Daily Sabah» von der Rettung einer sechsten Person, eines vierjährigen Mädchens, in Sengul im Südosten der Türkei.
Am siebten Tag nach den Erdbeben suchen die Rettungskräfte weiter nach lebenden Menschen, eine Aufgabe, die mit jeder Stunde schwieriger wird, da ein Mensch bei einer solchen Katastrophe in der Regel 72 Stunden ohne Nahrung und Wasser bleiben kann.
Nach der jüngsten offiziellen Zahl der Todesopfer, die der türkische Vizepräsident Fuat Oktay am Samstag bekannt gab, sind allein in der Türkei mindestens 24.617 Menschen ums Leben gekommen, 80.278 wurden verletzt. Im benachbarten Syrien wurden 3.553 Tote und 5.276 Verletzte gemeldet, insgesamt 28.170 Tote.
Unterdessen hat der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator Martin Griffiths bereits am Samstag die Befürchtung geäußert, dass die endgültige Zahl der Erdbebenopfer 50.000 übersteigen könnte, sobald die eigentliche Zählung beginnt.
Die Katastrophenschutzbehörde des türkischen Innenministeriums (AFAD) hat mitgeteilt, dass fast 160.000 Such- und Rettungskräfte, darunter auch internationale Teams und NRO, in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind. Große Mengen an Rettungsausrüstung, Lebensmitteln, lebensnotwendigen Gütern und psychosozialen Hilfsgruppen wurden in die Region geschickt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






