
Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag einen Haftbefehl gegen den Oppositionsführer Lee Jae Myung im Zusammenhang mit einem Korruptionsfall im Immobilienbereich beantragt.
Die Staatsanwaltschaft hat den Haftbefehl beantragt, nachdem sie festgestellt hat, dass es sich um einen schwerwiegenden Fall handelt und als Ergebnis der Ermittlungen eine harte Strafe «unvermeidlich» ist, weshalb Flucht und Zerstörung von Beweisen befürchtet werden, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap.
Trotz des Ersuchens wird erwartet, dass der Vorsitzende der Demokratischen Partei (DP) nicht verhaftet wird, da die Staatsanwaltschaft nach südkoreanischem Recht die Zustimmung des Parlaments benötigt, um einen Abgeordneten festzunehmen.
In diesem Sinne könnte die Nationalversammlung die Zustimmung zur Verhaftung verweigern, da Lees Partei über eine Mehrheit in der Nationalversammlung verfügt, so die Agentur.
Lee, der im vergangenen Monat mehrfach verhört wurde, hat alle Vorwürfe bestritten und erklärt, die Ermittlungen seien von der Regierung politisch inszeniert, um einen «politischen Feind» zu beseitigen.
Bei der Untersuchung geht es um Unregelmäßigkeiten bei einem Entwicklungsprojekt in Daejang Dong in Seongnam, südlich von Seoul, als Lee Bürgermeister (2010-2018) der Stadt war. Laut Staatsanwaltschaft soll das Unternehmen, ein Experte für Vermögensverwaltung, 404 Milliarden Won (etwa 300 Millionen Euro) an Gewinnen aus «dubiosen» Geschäften erzielt haben, die von Lee genehmigt wurden.
Darüber hinaus wird dem Unternehmen vorgeworfen, Arbeitsgeheimnisse an private Unternehmen weitergegeben zu haben, damit diese außerordentliche Gewinne erzielen konnten.
Er hat auch eine Verwicklung in mehrere Korruptionsskandale im Zusammenhang mit dem lokalen Fußballverein Seongnam FC bestritten, für den er wegen Bestechung angeklagt ist.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






