
Der deutsche Bundestag hat am Donnerstag ein Notfallpaket verabschiedet, das die Auswirkungen der hohen Gaspreise abfedern und die deutschen Haushalte entlasten soll.
Die Maßnahme, über die das Oberhaus am kommenden Montag abstimmen wird, soll nicht nur den Haushalten, sondern auch den kleinen und mittleren Unternehmen inmitten eines allgemeinen Preisanstiegs helfen, der sich durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine noch verschärft hat.
Es ist daher der erste Schritt zur Begrenzung der Gaspreise in Deutschland durch die Einführung einer Obergrenze, die ab März nächsten Jahres gelten soll, wie die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz Anfang November bekannt gab.
Der christdemokratische Oppositionspolitiker Mark Helfrich hat die Initiative als «zu kompliziert» kritisiert, während der konservative Oppositionsblock im Parlament dafür plädiert hat, dass die Gaspreisobergrenze rückwirkend zum Jahresbeginn gelten sollte.
Konkret wird im zweiten Teil der Maßnahme vorgeschlagen, im März 2023 rückwirkend zur Februar-Rechnung eine Gaspreisbremse für Haushalte und KMU einzuführen, die bis zum 30. April 2024 gilt. Dabei erhalten die Kunden bis zu 80 Prozent ihres voraussichtlichen Jahresverbrauchs, basierend auf der Prognose vom September 2022, zu einem Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde. Für Wärmekunden beträgt der Höchstpreis 9,5 Cent.
Die deutsche Regierung hat daher beschlossen, die Gaspreise zu begrenzen, indem sie eine Obergrenze einführt, die ab März nächsten Jahres gelten wird, und eine Soforthilfe zur Deckung der Gasrechnungen im Dezember für Haushalte und kleine Unternehmen angekündigt.
Die Dringlichkeitsmaßnahme, deren Kosten auf rund 9 Mrd. Euro geschätzt werden, wird im Rahmen des 200 Mrd. Euro schweren «Schutzschilds» zur Inflationsbekämpfung finanziert. Insbesondere werden die Endverbraucher von Erdgas nicht verpflichtet sein, Vorauszahlungen oder fraktionierte Zahlungen für Dezember 2022 zu leisten.
Im Falle der Heizung erfolgt die Entlastung im Dezember aufgrund der unterschiedlichen Vertragsstrukturen in Form einer Pauschalzahlung auf der Grundlage des Betrags der im September geleisteten Vorauszahlung zuzüglich eines Anpassungsfaktors.
Außerdem wird der Strompreis für Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen ab Januar 2023 auf 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt, was insgesamt rund 33 Milliarden Euro kosten wird.






