
Der Oberste Gerichtshof Perus verurteilte am Dienstag den ehemaligen Kongressabgeordneten Kenji Fujimori wegen angeblichen Stimmenkaufs bei einem Misstrauensvotum zu vier Jahren und sechs Monaten Gefängnis.
Der älteste Sohn des ehemaligen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori wurde des Verbrechens der Einflussnahme für schuldig befunden, obwohl das Urteil nun in zweiter Instanz bestätigt werden muss, wie der Radiosender RPP berichtet.
Neben Fujimori wurden auch die ehemaligen Kongressabgeordneten Guillermo Bocangel und Bienvenido Ramírez zu vier Jahren Haft verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft hatte 12 Jahre Gefängnis für Fujimori wegen Bestechung und Einflussnahme gefordert, obwohl die Justiz den ehemaligen Kongressabgeordneten vom ersten Verbrechen freigesprochen hat. Auch die Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, hat nach Angaben der genannten Zeitung zu einem geringeren Strafmaß geführt.
Fujimori, Bocangel und Ramírez werden zu einer Geldstrafe von 400 Tagen, umgerechnet 52.000 Soles (etwas mehr als 13.000 Euro), verurteilt.
Im September 2021 reichte die Staatsanwaltschaft eine Verfassungsklage gegen den ehemaligen Präsidenten Kuczynski und Kenji Fujimori ein, weil sie angeblich Stimmen gekauft haben sollen, um eine Vakanz im Austausch für eine Begnadigung des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori (1990-2000) zu vermeiden, wie El Comercio» berichtet.






