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Borrell führt den Raketenangriff in Polen auf eine «massive Angriffswelle» aus Russland zurück

Ingrid Schulze

2022-11-17
osep
osep Borrell, der Vertreter der EU für auswärtige Angelegenheiten – -/EU Council/dpa

Der Hohe Vertreter der EU für Außenpolitik, Josep Borrell, erklärte am Mittwoch, der Raketenangriff auf eine polnische Grenzstadt sei «das Ergebnis» einer massiven Welle russischer Raketenangriffe auf ukrainische Städte.

«Dieser tragische Vorfall ist das Ergebnis einer weiteren massiven Welle von Raketenangriffen Russlands auf ukrainische Städte, die gestern auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen gerichtet waren. Diese Angriffe sind schwere Verstöße gegen das Völkerrecht», sagte Borrell laut einer vom Europäischen Rat veröffentlichten Erklärung.

In diesem Zusammenhang unterstützte der Chef der europäischen Diplomatie die laufenden polnischen Ermittlungen zur Klärung der Fakten vor Ort und bestätigte, dass die Europäische Union in «engem Kontakt» mit ihren Partnern, einschließlich der NATO, bleiben werde, um «die nächsten Schritte» festzulegen.

Außerdem brachte sie im Namen der EU-27 «unerschütterliche Einigkeit, Entschlossenheit und uneingeschränkte Solidarität» mit Polen und dem polnischen Volk zum Ausdruck, nachdem eine Rakete in dem Dorf Przewodów nahe der ukrainischen Grenze explodiert war und zwei polnische Staatsbürger ums Leben kamen.

Borrell warf Russland vor, weiterhin Desinformationen über den Einmarsch in der Ukraine zu verbreiten, und forderte den Kreml auf, den Krieg zu beenden.

«Wir sind fest entschlossen, die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine sowie ihr in der UN-Charta verankertes Recht auf Selbstverteidigung gegen eine russische Aggression zu unterstützen», bekräftigte die Hohe Vertreterin.

Borrell schloss sich den USA an, die behaupteten, dass Russland «letztendlich verantwortlich» für die Raketenangriffe in Polen sei.

«Wir sind alle der Meinung, dass Russland letztlich für den Vorfall verantwortlich ist, denn unabhängig davon, wie diese Untersuchung ausgeht, wäre nichts von alledem passiert, wenn Russland nicht Angriffe auf Zivilisten in der Ukraine verübt hätte», erklärte die US-Botschafterin bei der NATO, Julianne Smith, gegenüber CNN.

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