
Die Europäische Kommission kündigte am Dienstag eine neue Finanzhilfe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro für die Ukraine an. Damit erhöht sich die Summe, die sie Kiew seit Beginn der russischen Invasion im Februar zur Verfügung gestellt hat, auf 5,5 Milliarden Euro.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, teilte in einer Nachricht in den sozialen Netzwerken mit, dass die europäische Exekutive weitere 2,5 Milliarden Euro im Rahmen des im Mai angekündigten Finanzpakets in Höhe von insgesamt 9 Milliarden Euro bereitstellen wird.
Bisher hatte Brüssel Mittel in Höhe von 3 Mrd. zur Verfügung gestellt, zusätzlich zu 1,2 Mrd. in Form von Notkrediten unmittelbar nach Ausbruch des Krieges. Nach ihren Berechnungen wird sie bis 2023 7,2 Milliarden zur Deckung des ukrainischen Bedarfs bereitstellen, davon 6 Milliarden im Rahmen des zugesagten Pakets.
Weitere 3 Milliarden müssen noch bearbeitet werden. Die EU arbeitet an der Festlegung dieser Auszahlung zu einer Zeit, in der sie wegen der Verzögerung bei der Überweisung der Mittel in die Kritik geraten ist und in der die EU für das nächste Jahr einen Finanzierungsmechanismus anstrebt, der eine kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung für Kiew gewährleistet.
Zu diesem Zweck hat Von der Leyen ein jährliches Hilfspaket in Höhe von 18 Milliarden Euro vorgeschlagen, das regelmäßig bereitgestellt werden soll, um dringende Bedürfnisse zu decken und den Wiederaufbau des Landes in Angriff zu nehmen. «Wir werden die Ukraine so lange wie nötig unterstützen», betonte sie.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij dankte der EU auf Twitter für ihre Hilfe und bezeichnete sie als «einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Ukraine am Vorabend eines schwierigen Winters». Er hofft nun, dass es der EU gelingt, den jährlichen Fonds für 2023 in Höhe von 18 Milliarden Euro durchzusetzen.






