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Erdogan erklärt Putin, er wolle den Krieg in der Ukraine «so schnell wie möglich beenden».

Ingrid Schulze

2022-12-11
Datei
Datei – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l) und der russische Präsident Wladimir Putin (r) bei einem Treffen in Kasachstan. – -/Kremlin/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag gegenüber seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin erklärt, er wünsche sich, dass der Krieg in der Ukraine «so schnell wie möglich» beendet werde. In dem Gespräch ging es auch um Energiefragen, den Kampf gegen den Terrorismus und das Abkommen über den Export von Getreide aus ukrainischen Häfen.

Die türkische Präsidentschaft hat in einer auf ihrem Twitter-Account veröffentlichten Erklärung mitgeteilt, dass Erdogan Putin seinen «aufrichtigen Wunsch» nach einer Einigung zur Beendigung des Krieges mitgeteilt und die Ergebnisse der im Juli unter Vermittlung Ankaras und der Europäischen Union (EU) erzielten Vereinbarung über Getreide gelobt habe.

Der Kreml hat sich bisher nicht zum Inhalt des Gesprächs zwischen Putin und Erdogan geäußert, der am Sonntag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskij sprechen wird.

In der Zwischenzeit hat Erdogan «terroristische Angriffe» der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der kurdisch-syrischen Miliz Volksschutzeinheiten (YPG) verurteilt und die vollständige Umsetzung des in Sotschi erzielten Abkommens im Jahr 2019 gefordert.

Er betonte, dass dieses Abkommen Maßnahmen zum «Rückzug der Terroristen von der Grenze» beinhalte und bekräftigte «die Bedeutung und Priorität der Räumung des Gebiets in einem Bereich von bis zu 30 Kilometern entlang der gesamten Grenze (zwischen der Türkei und Syrien)».

Die Türkei startete am 21. November die Operation «Schwertklaue», eine Bombenkampagne gegen kurdische Gruppen nach dem Bombenanschlag vom 13. November in der türkischen Stadt Istanbul, bei dem sechs Menschen getötet und mehr als 80 verletzt wurden.

Die türkische Regierung machte die PKK für den Anschlag verantwortlich und erklärte, der Hauptverdächtige habe Befehle von der YPG – dem wichtigsten Mitglied der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) – erhalten. Sowohl die PKK als auch die SDF haben sich jedoch von dem Anschlag distanziert und den Opfern ihr Beileid ausgesprochen.

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