Deutscher Soldat wegen Anschlagsplanung verurteilt, nachdem er sich als syrischer Flüchtling ausgegeben hatte


Bundeswehroberleutnant
Bundeswehroberleutnant Franco A. wegen Planung von Anschlägen auf Politiker verurteilt – Boris Roessler/dpa Pool/dpa

Ein Oberleutnant der Bundeswehr wurde am Freitag zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er als syrischer Flüchtling Anschläge auf Politiker im Lande geplant hatte, berichtet die Deutsche Welle.

Der Soldat, den das mit seinem Fall befasste Oberlandesgericht Frankfurt als Franco A. – und in den deutschen Medien als Franco Albrecht – bezeichnete, wurde der Vorbereitung einer schweren Gewalttat für schuldig befunden, nachdem ihm in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft auch vorgeworfen worden war, illegal Waffen, mehr als 1.000 Schuss Munition und Sprengstoff, zum Teil von der deutschen Armee gestohlen, aufbewahrt zu haben.

Die deutschen Behörden beschreiben den 33-jährigen Franco A. als «Rechtsextremisten und Ethno-Nationalisten», der seit langem deutschen Politikern den Zerfall des Landes vorwirft.

Franco A. plante Anschläge auf den damaligen Justizminister Heiko Maas und die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, als er 2017 erstmals festgenommen wurde, nachdem er versucht hatte, eine geladene Waffe aus einer Toilette am Wiener Flughafen zu holen. Die Waffe wurde von einer Putzfrau entdeckt.

Die Untersuchung von Albrechts Fingerabdrücken ergab, dass er ein Doppelleben als syrischer Flüchtling namens Benjamin David geführt hatte.

Das Gericht schränkte jedoch ein, dass es derzeit nicht feststellen kann, ob der Militäroffizier sich als Flüchtling ausgegeben hat, um ein Alibi für die Anschläge zu haben. Während des Prozesses behauptete Franco A., er habe sich nur als Flüchtling registrieren lassen, um die seiner Meinung nach bestehenden Probleme mit dem Asylsystem aufzudecken.

Obwohl das Verfahren im Jahr 2021 begann, war Franco A. erst im Februar in Haft, als er auf dem Rückweg von der französischen Stadt Straßburg erneut verhaftet wurde. Bei einer polizeilichen Durchsuchung wurde festgestellt, dass er im Besitz einer Kiste voller Nazi-Memorabilien und Notizen war, in denen die Bedrohung des deutschen Volkes durch Migration und Mischehen beschrieben wurde.


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