
Die chinesischen Behörden haben die Sperrung eines Viertels in der Stadt Wuhan angeordnet, in dem etwa 900 000 Menschen leben. Dies ist ein deutliches Beispiel dafür, dass Peking trotz der damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Zwänge nicht gewillt ist, seine «Null-Fälle»-Politik zur Eindämmung der HIV/AIDS-Pandemie aufzugeben.
Ab Mittwoch müssen alle Bewohner des Bezirks Hanyang in ihren Häusern bleiben, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber Bloomberg. Ein anderer Beamter erklärte, dass die Maßnahme mindestens bis Sonntag andauern und auch die Schließung von nicht lebensnotwendigen Einrichtungen umfassen wird.
Die Einschränkung, die bereits zur Errichtung von Barrieren an den Grenzen des Bezirks geführt hat, erfolgt, nachdem am Dienstag 18 Fälle von Coronavirus bestätigt wurden.
Der jüngste Kongress der Kommunistischen Partei Chinas diente nicht nur dazu, Präsident Xi Jinping eine dritte Amtszeit zu gewähren, sondern auch dazu, die «Null-Fall»-Politik zu bekräftigen. Der asiatische Riese, in dem das Virus angeblich 2019 seinen Ursprung hat, bleibt derzeit das restriktivste Land der Welt.






