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USA sanktionieren iranische Stiftung, die Belohnung für die Ermordung von Salman Rushdie ausgesetzt hat

Ingrid Schulze

2022-10-28
Archiv
Archiv – Der Schriftsteller Salman Rushdie – NICK CUNARD / ZUMA PRESS / CONTACTOPHOTO

Die US-Regierung kündigte am Freitag Sanktionen gegen die iranische Stiftung Jordan 15 an, eine historische Organisation, die mit der Revolution des verstorbenen Ayatollah Khomeini verbunden ist, weil sie eine Belohnung für die Ermordung des britischen Schriftstellers Salman Rushdie ausgesetzt hat, der sich derzeit von einem Attentat erholt, bei dem er schwer verletzt wurde.

Die halboffizielle Stiftung, die in Erinnerung an die gleichnamigen Proteste gegen die Verhaftung Khomeinis im Jahr 1963 benannt ist, wurde von den USA zum «Förderer des Terrorismus» erklärt, weil sie 1997 eine Belohnung von 2,2 Millionen Euro für die Ermordung Rushdies ausgesetzt hatte, nachdem der Ayatollah eine Fatwa gegen den Schriftsteller wegen der Veröffentlichung seines Buches «Die satanischen Verse» im Jahr 1988 verhängt hatte, die von den Behörden als Blasphemie angesehen wurde.

Rushdie, der jahrzehntelang vor möglichen Anschlägen geschützt war, wurde am 13. August während einer Präsentation im Bundesstaat New York Opfer eines schweren Messerangriffs. Der 75-jährige Schriftsteller verlor ein Auge und ist nach Angaben seines Agenten aufgrund eines Nervenschadens in einer Hand nicht mehr beweglich.

«Die berüchtigte Fatwa hatte zum Ziel, zu Terrorismus und Gewalt anzustiften, den Tod von Rushdie und seinen Angehörigen herbeizuführen und andere einzuschüchtern», heißt es in der Erklärung des Außenministeriums, das den Angriff auf den Schriftsteller als «Angriff auf die Meinungsfreiheit und einen terroristischen Akt» verurteilte.

Aus all diesen Gründen hat die US-Regierung die iranische Stiftung in einer Erklärung zu einem «Förderer des Terrorismus» erklärt, in der sie darauf hinweist, dass «mehrere Übersetzer und Geschäftspartner infolge dieser Aufstachelung getötet oder schwer verletzt wurden», was sich auf die Fatwa bezieht, «ebenso wie Dutzende unschuldiger Zivilisten».

«Die heutige Aktion ist ein weiteres klares Signal, dass wir dem Terrorismus nicht tatenlos zusehen werden», so die US-Regierung abschließend.

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