
Die Zustimmung zum chilenischen Präsidenten Gabriel Boric ist im Oktober auf einen Tiefpunkt gesunken. Mit nur 31 Prozent erreichte er den niedrigsten Wert in Umfragen seit seinem Amtsantritt im März.
Laut der jüngsten Umfrage von Criteria, einem auf Meinungsforschung spezialisierten Unternehmen, muss Boric nicht nur einen Rückgang der Zustimmung hinnehmen, sondern 57 Prozent der Befragten sind mit seiner Regierung nicht einverstanden.
Nach Angaben des Fernsehsenders Canal 13 ist die Unterstützung im Vergleich zum September letzten Jahres um sieben Prozent gesunken, während die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten zugenommen hat.
Die Ablehnung der Regierung insgesamt ist auf 62 Prozent gestiegen, ebenfalls der höchste Wert seit dem Amtsantritt der Regierung, aber immer noch deutlich niedriger als die Werte des Kabinetts von Sebastián Piñera, die fast 90 Prozent erreichten.
Was die Wirtschaftslage betrifft, so schätzen rund 60 % der chilenischen Bevölkerung die Aussichten als negativ ein. Diese Zahl hatte sich im vergangenen Monat nach dem Sieg der «Ablehnung» der neuen Verfassung verringert, tendiert nun aber wieder nach oben.
Nur ein Prozent der Befragten bezeichnet die wirtschaftliche Situation im Land als gut, während 40 Prozent der Chilenen sie als fair bezeichnen. Auf persönlicher Ebene schätzen jedoch 39 Prozent ihre Situation als gut ein, und nur zehn Prozent halten ihre wirtschaftliche Lage für gut.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verbrechensbekämpfung, die in einem Monat, in dem sich die als «sozialer Ausbruch» bezeichneten Massenproteste im Lande zum zweiten Mal jähren und deren Jahrestag von Zwischenfällen auf den Straßen mehrerer Städte, insbesondere in der Hauptstadt Santiago, begleitet wurde, immer mehr in den Fokus der Bevölkerung rückt.
Damals glaubten 53 Prozent der Bevölkerung, dass die Carabineros gewalttätige Vorfälle begünstigten, heute, Jahre später, sind es nur noch 28 Prozent.






