
Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, hat den «signifikanten Anstieg illegaler Raketenstarts» Nordkoreas in dieser Woche unmissverständlich verurteilt, darunter eine ballistische Interkontinentalrakete und eine ballistische Kurzstreckenrakete, die südlich der nördlichen Grenzlinie landete.
Für Borrell stellen diese Aktionen eine «gefährliche Eskalation» der «wiederholten Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates» durch Nordkorea dar.
Der Abschuss von vier weiteren nordkoreanischen Kurzstreckenraketen über dem Gelben Meer am Samstag kommt zu den bereits erwähnten Raketen und 25 weiteren Geschossen in weniger als sieben Tagen hinzu und ist eine Vergeltung für die gemeinsamen Tests von Südkorea und den Vereinigten Staaten, an denen erstmals seit 2017 wieder strategische US-Bomber beteiligt sind.
Der EU-Diplomat ist sich bewusst, dass die «beispiellose Anzahl» der von Nordkorea im Jahr 2022 gestarteten ballistischen Raketen «ein alarmierendes Beispiel für die Absicht des Landes ist, das globale Nichtverbreitungsregime weiter zu untergraben».
Deshalb ist nach Ansicht von Borrell «eine entschlossene und geschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft» erforderlich, und er fordert im Namen der EU «alle UN-Mitgliedstaaten, insbesondere die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, auf, die vollständige Umsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea sicherzustellen».
An die nordkoreanischen Behörden richtet Borrell die dringende Aufforderung, «unverzüglich den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates nachzukommen» und «alle Atomwaffen, andere Massenvernichtungswaffen, ballistische Raketenprogramme und bestehende Nuklearprogramme vollständig, nachprüfbar und unumkehrbar aufzugeben».
Die EU versichert Nordkorea, dass derartige Maßnahmen dem Land niemals den Status eines Kernwaffenstaates verleihen werden, und fordert Pjöngjang auf, unverzüglich zur vollständigen Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags als Nichtkernwaffenstaat zurückzukehren.
Schließlich bringt die EU «ihre uneingeschränkte Solidarität» mit Japan und der Republik Korea zum Ausdruck und bekräftigt ihren Aufruf an Nordkorea, «seine aggressiven und destabilisierenden Handlungen einzustellen, das Völkerrecht zu achten und den Dialog mit allen relevanten Parteien wieder aufzunehmen», wobei sie von Brüssel unterstützt wird.






