
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kündigte am späten Freitag ein 30-Milliarden-Euro-Paket an, das Familien und Unternehmen helfen soll, so viel wie möglich von den steigenden Energiekosten zu sparen.
Ein Drittel dieses Betrags ist speziell für Hilfsmaßnahmen vorgesehen, während die anderen zusätzlichen 21 Milliarden Euro in den Gesamthaushalt 2023 einfließen werden, wie in der gestern vom Ministerrat verabschiedeten Überarbeitung des Wirtschafts- und Finanzdokuments (Nadef) angekündigt.
Um die Maßnahmen zu finanzieren, wollen Meloni und sein Regierungsteam im nächsten Jahr zusätzliche Schulden aufnehmen, was zu einem Defizit von 4,5 Prozent statt der geplanten 3,4 Prozent führen wird, so Wirtschafts- und Finanzminister Giancarlo Giorgetti, der erwartet, dass der Prozentsatz bis 2025 auf 3 Prozent sinken wird.
Auf einer Pressekonferenz, über die «La Repubblica» berichtete, räumten der Ministerpräsident und der Finanzminister ein, dass das Land von einer wirtschaftlichen Rezession bedroht sei, betonten aber, dass Italien kein Ausnahmefall sei.
«Es wird von vielen Seiten auf globaler und europäischer Ebene erwähnt. Das könnte auch Italien betreffen. Wir sind bereit, uns diesen Risiken zu stellen, und deshalb präsentieren wir uns dem Parlament mit einer verantwortungsvollen Haltung», erklärte Giorgetti.
Gleichzeitig hat der italienische Energieminister Gilberto Pichetto Fratin Erweiterungspläne für die Förderung von Erdgasvorkommen vor der Küste Italiens angekündigt. Konkret schätzt er, dass kurzfristig zusätzlich 500 Millionen Kubikmeter Gas gefördert werden können, die in den nächsten 10 Jahren auf 15 Milliarden Kubikmeter ansteigen werden.






