
Die deutschen Behörden haben rund dreißig Gemälde im Wert von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt, die zur Ausstattung einer Yacht des russischen Oligarchen Alisher Usmanov gehörten, die im Hamburger Hafen festgehalten wurde. Dies geschah im Rahmen der Sanktionen, die gegen die Verbündeten von Präsident Wladimir Putin als Vergeltung für seinen Krieg in der Ukraine verhängt wurden.
Die Luxusyacht mit dem Namen «Dilbar» liegt seit mehreren Monaten im Hamburger Hafen und war bereits im September Ziel einer Razzia der deutschen Behörden, berichtet der NDR.
Bei dieser jüngsten Aktion wurden dreißig Gemälde im Wert von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt, darunter auch ein Gemälde des bekannten französisch-russischen expressionistischen Malers Marc Chagall. Usmanov hat jedoch über seine Kommunikationsdienste bestritten, dass ihm sowohl die Gemälde als auch das Boot gehören.
Im Oktober dieses Jahres durchsuchten die Behörden auch ein Wohnhaus von Usmanov in der südlichen Stadt Tegernsee, wo weitere Kunstwerke gefunden wurden. Nach deutschem Recht hätte der Oligarch sein gesamtes Vermögen, einschließlich dieser Kunstschätze, deklarieren müssen, was er nicht getan hat.
Die deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen möglicher Unregelmäßigkeiten wie Geldwäsche, Hinterziehung von Steuern in Höhe von bis zu 555 Millionen Euro und Verstößen gegen das Außenwirtschaftsrecht, berichtet das Portal t-online.






