
Die Präsidenten von Venezuela und Kolumbien, Nicolás Maduro bzw. Gustavo Petro, trafen sich am Dienstag zum zweiten Mal seit der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf dem UN-Klimagipfel (COP27) in Ägypten und waren sich einig, dass der Schutz des Amazonasgebietes verstärkt werden muss.
Maduro feierte, dass die Triumphe von Petro in Kolumbien und kürzlich von Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien dazu beitragen werden, zusammen mit «mächtigen Umweltbewegungen» eine bessere Politik zum Schutz des Amazonasgebietes umzusetzen, nach «der Verwüstung der letzten vier Jahre».
Letzteres war eine klare Anspielung auf den scheidenden brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen seiner Umweltpolitik und seiner aggressiven Haltung gegenüber Umwelt- und Indigenengruppen international in die Kritik geraten ist.
Maduro betonte, dass die Verantwortung der Südamerikaner darin bestehe, der Zerstörung des Amazonasgebietes Einhalt zu gebieten. Er wies die anderen Länder, die dieses riesige Naturgebiet mit ihm teilen, auf die Notwendigkeit hin, die Organisation für die Zusammenarbeit im Amazonasgebiet (OTCA) zu reaktivieren.
Präsident Petro betonte seinerseits, dass «der Amazonas ein klimatischer Pfeiler» sei, ohne den wir «einen Punkt ohne Wiederkehr», einen «Omnizid» – den Tod aller – erreichen würden. Deshalb sei es von entscheidender Bedeutung, «einen großen weltweiten Konsens» für seinen Schutz zu erreichen, berichtet der Radiosender RCN.
Während des Treffens, an dem auch der Präsident von Surinam, Chan Santokhi, teilnahm, wies Petro erneut auf die Rolle hin, die der Internationale Währungsfonds (IWF) in dieser Klimakrise noch zu spielen hat.
«Wir brauchen kein Geld, das aus den Haushalten der reichen Länder verschenkt wird. Wir brauchen einen Schuldenerlass für viele der armen Länder, für alle Entwicklungsländer, damit das Geld, das heute in den Finanzsektor fließt, für den Klimaschutz verwendet wird», forderte er.






