
Das Plenum des Europäischen Parlaments hat sich am Donnerstag für den Beitritt Kroatiens zum grenzfreien Schengen-Raum ausgesprochen und damit die frühere Einschätzung der Europäischen Kommission und der EU-27 bestätigt, dass das Land alle Voraussetzungen für den Beitritt zum Raum der Freizügigkeit erfüllt.
Mit 534 Ja-Stimmen, 53 Nein-Stimmen und 25 Stimmenthaltungen folgten die Abgeordneten damit der vom Rat im vergangenen Juni angeforderten Stellungnahme, die Voraussetzung für einen einstimmigen Beschluss der Mitgliedstaaten war.
Der Bericht fordert die kroatischen Behörden jedoch auf, dem Parlament und dem Rat über die genaue Art und Weise der Verwaltung der Außengrenze Bericht zu erstatten, insbesondere über den unabhängigen Mechanismus zur Überwachung der Handlungen von Polizeibeamten im Bereich der Menschenrechte.
Die Abgeordneten sind besorgt über jüngste Berichte über mögliche Rückschiebungen an der kroatischen Grenze, die gegen internationale Asylvorschriften verstoßen.
Kroatien wendet die Bestimmungen des Schengen-Besitzstandes seit seinem Beitritt zur EU an, mit Ausnahme der Bestimmungen über die Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen, deren Rücknahme davon abhängt, ob der Rat anschließend beurteilt, ob das Land die Bedingungen erfüllt.
Sobald die Abgeordneten zugestimmt haben, muss die EU-27 erneut formell über die vollständige Anwendung des Schengen-Besitzstands in Kroatien entscheiden und festlegen, ab wann die Grenzkontrollen an der Grenze zu den anderen EU-Partnern aufgehoben werden können.






