
Die deutsche Regierung plant, mehr Auslandsinvestitionen auf Märkte außerhalb Chinas zu lenken, um die Abhängigkeit von der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu verringern.
Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Robert Habeck hat sich die Regierungskoalition von Bundeskanzler Olaf Scholz darauf verständigt, den Mechanismus der so genannten Investitionsgarantien zu überprüfen, wie die Agentur dpa aus Ministerkreisen erfuhr.
Mit den Investitionsgarantien des Kabinetts können deutsche Unternehmen ihre Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern gegen politische Risiken wie Enteignung oder Kapital- und Transferbeschränkungen absichern.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Habeck am Freitag nach Singapur reisen wird, um an einer deutschen Wirtschaftskonferenz teilzunehmen. Scholz wird ebenfalls teilnehmen und von Vietnam nach Singapur reisen, bevor er zum G20-Gipfel auf Bali fliegt.
Die Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Industrie, die am 13. und 14. November stattfindet, wird sich mit der Frage befassen, wie die Lieferwege erweitert werden können. Die Abhängigkeit Deutschlands von russischen fossilen Brennstoffen hat eine breite Debatte über die Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeit von China ausgelöst.
Eine Überarbeitung des Mechanismus würde die deutschen Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte in Zukunft stärker unterstützen und einen Anreiz zur Diversifizierung schaffen. Deutsche Unternehmen würden eine «wirksame» Unterstützung erhalten, um Projekte in Ländern zu starten, die bisher nicht im Zentrum der wirtschaftlichen Aktivität stehen, aber ein großes Potenzial bieten, so die Quellen.






