
US-Präsident Joe Biden kritisierte am Sonntag Nordkorea für seine «provokativen» Handlungen und bezog sich dabei auf die zahlreichen Tests ballistischer Raketen im Japanischen Meer. Er betonte die Bedeutung der Allianz Washingtons mit Südkorea und Japan bei der Auseinandersetzung mit Pjöngjang.
«Japan und die Republik Korea sind für die Vereinigten Staaten äußerst wichtige Verbündete», sagte Biden nach einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol und dem japanischen Premierminister Fumio Kishida in Nom Pen (Kambodscha) im Rahmen eines trilateralen Treffens.
Wenn Nordkorea sich weiterhin «provokativ» verhalte, sei «diese Partnerschaft wichtiger denn je», sagte Biden laut US-Presseberichten.
Yoon wies seinerseits darauf hin, dass die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit Nordkorea «eine trilaterale Zusammenarbeit auf höchstem Niveau erforderlich machen» und erinnerte daran, dass Pjöngjang seit Mai ein halbes Hundert Raketen gestartet und seine Aktivitäten im Oktober verstärkt hat.
«Nordkorea setzt seine Provokationen zu einem Zeitpunkt fort, an dem die Südkoreaner in Trauer sind», beklagte er und bezog sich dabei auf die mehr als 150 Menschen, die während einer Halloween-Party in Seoul getötet wurden. Sowohl Biden als auch Kishida haben Yoon ihr Beileid zu dem Vorfall bekundet.
Kishida warnte unterdessen, dass es «noch mehr» Nachrichten aus Nordkorea geben werde und es deshalb «äußerst angebracht» sei, dieses trilaterale Treffen abzuhalten.
Biden verwies auch auf die bei dem Treffen erörterten Themen wie die «Stabilität der Versorgungskette» und die «Wahrung von Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan» in einem versteckten Hinweis auf die Bedeutung der in dem Gebiet hergestellten Mikrochips.
Darüber hinaus erörterten die drei Staats- und Regierungschefs, «wie wir unsere koordinierte Unterstützung für die Ukraine ausbauen können» und wie sie auf das «gemeinsame Ziel eines freien und offenen Indopazifiks» hinarbeiten können. «Unsere Länder sind einander näher als je zuvor», sagte Biden.
Das trilaterale Treffen fand am Rande des Gipfels des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN) statt, der derzeit in der asiatischen Hauptstadt abgehalten wird.






