
Die türkischen Behörden gaben am frühen Montagmorgen bekannt, dass sie die Frau festgenommen haben, die im Verdacht steht, den Selbstmordanschlag auf der belebten Istiklal-Allee in Istanbul verübt zu haben.
Innenminister Suleiman Soylu teilte den Medien mit, dass der mutmaßliche Hinterleger der Bombe, die eine Explosion mit mindestens sechs Toten und 81 Verletzten ausgelöst hat, von der Istanbuler Polizei festgenommen wurde.
«Die Person, die die Bombe geworfen hat, ist festgenommen worden. Die terroristische Organisation PKK/PYD ist Teil unserer Erkenntnisse. In naher Zukunft werden wir ihnen eine Belohnung zeigen, bei der diejenigen, die uns diesen Schmerz zugefügt haben, mehr und mehr Schmerz erfahren können», sagte Soylu in Erklärungen, über die der Fernsehsender TRT berichtete.
Der Leiter des Ministeriums brachte den Angreifer mit der bewaffneten Gruppe PKK in Verbindung, die seiner Meinung nach letztlich für den Vorfall verantwortlich war.
«Das Gesicht des Terrors ist bitter, aber wir werden diesen Kampf bis zum Ende fortsetzen, koste es, was es wolle. Besonders die Unaufrichtigkeit unserer so genannten Verbündeten, die all die Terroristen, die scheinbar unsere Freunde sind, in ihrem eigenen Land verstecken oder Terroristen in den von ihnen besetzten Gebieten, in den Gebieten, die sie regieren, das Leben schenken und ihnen Geld aus ihren eigenen Senaten schicken, ist offensichtlich unaufrichtig», beklagte Soylu.
Bei einem Selbstmordattentat auf der Istiklal-Allee wurden am Sonntag sechs Menschen getötet und 81 verletzt, zwei von ihnen schwer.
Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay bestätigte, dass es sich um einen Anschlag handelte, bei dem eine Frau, eine «Kamikaze», den Sprengstoff gezündet hat.
Istanbul wurde in der Vergangenheit von mehreren Bombenanschlägen heimgesucht, darunter ein Selbstmordattentat in Istiklal im Jahr 2016, bei dem ein mutmaßliches Mitglied des Islamischen Staates fünf Menschen tötete.
Im selben Jahr bekannten sich kurdische Milizen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die von der Türkei als terroristische Organisation betrachtet wird, zu einem Bombenanschlag, bei dem 38 Menschen vor einem Fußballstadion im Stadtteil Besiktas im Zentrum Istanbuls getötet wurden.






