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Sunak und Scholz zeigen Unterstützung für Polen nach Raketenangriff auf Polen

Ingrid Schulze

2022-11-16
Der
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) und der britische Premierminister Rishi Sunak – Kay Nietfeld/dpa

Der polnische Präsident Andrzej Duda führte am Dienstag Telefongespräche mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, die Polen nach dem jüngsten versehentlichen Raketenangriff auf eine Grenzstadt, bei dem zwei Menschen getötet wurden, ihre Unterstützung zusagten.

Der britische Premierminister bekräftigte insbesondere die Solidarität des Vereinigten Königreichs mit Polen als «engem Verbündeten» und sprach den Opfern und ihren Familien sein Beileid aus, heißt es in einer Erklärung der Downing Street.

Darüber hinaus hat Sunak «jede notwendige Unterstützung» angeboten, um die Geschehnisse dringend aufzuklären, nachdem bekannt wurde, dass die Raketen, die auf polnischem Gebiet eingeschlagen sind, aus russischer Produktion stammen.

Die britische und die polnische Führung vereinbarten, «in engem Kontakt» zu bleiben und sich weiterhin mit anderen internationalen Partnern, einschließlich NATO-Verbündeten, «über die nächsten Schritte» abzustimmen.

Inzwischen hat auch Bundeskanzler Olaf Scholz Duda sein Beileid nach dem Raketenangriff auf das Dorf Przewodow ausgesprochen.

«Deutschland unterstützt seinen NATO-Partner», schrieb der deutsche Regierungssprecher Steffen Hebestreit auf Twitter nach dem Telefonat zwischen der deutschen und der polnischen Führung.

Zwei Menschen wurden am Dienstagnachmittag getötet, als zwei Raketen aus russischer Produktion auf polnischem Gebiet einschlugen. Bisher ist die Herkunft der Raketen unbekannt, obwohl einige baltische Staaten und sogar die Ukraine bereits mit dem Finger auf Moskau gezeigt und eine kollektive Reaktion der NATO gemäß Artikel 5 vorgeschlagen haben.

Die NATO-Klausel zur gegenseitigen Verteidigung besagt, dass ein Angriff auf ein oder mehrere NATO-Mitglieder als Angriff auf alle Verbündeten betrachtet wird. Bislang wurde sie nur einmal in Anspruch genommen, und zwar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Der Vorfall ereignete sich an einem Tag, an dem Russland eine neue Welle von Angriffen auf die Westukraine startete. Kiew, Lemberg und mehrere andere Städte waren Schauplatz russischer Offensiven, die hauptsächlich auf die Energieinfrastruktur abzielten.

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