
Zwei unter griechischer Flagge fahrende Öltanker, die seit Mai in einem iranischen Hafen festgehalten worden waren, wurden freigelassen. Damit wurde ein lang anhaltender Streit beendet, der einen diplomatischen Streit zwischen dem Iran und Griechenland wegen der Beschlagnahme des russischen Tankers «Lana» ausgelöst hatte.
«Heute ist ein sehr erfreulicher Tag für unsere Seeleute, aber auch für Griechenland im Allgemeinen, da ein unangenehmer und besonders komplexer Fall nach den systematischen Bemühungen der griechischen Regierung zu Ende gegangen ist», sagte Yannis Plakiotakis, Minister für Seeverkehr und Inselpolitik, in einer Erklärung.
Konkret wurden das Schiff «Delta Poseidon» und die «Prudent Warrior» am 27. Mai im iranischen Hafen der Stadt Bandar Abbas in der Provinz Hormozgan festgehalten und nach einer Einigung mit den iranischen Behörden wieder freigelassen, wie die griechische Tageszeitung «Ta Nea» berichtet.
Der Streit begann, als die griechischen Behörden am 14. April den unter iranischer Flagge fahrenden Tanker «Lana» beschlagnahmten, nachdem er vor einem schweren Sturm in eine Bucht vor dem Hafen von Karistos auf der Insel Euböa geflüchtet war.
Der Tanker, der früher «Pegasus» hieß und später in «Lana» umbenannt wurde, wurde auf dem Weg zu einem Terminal in der Türkei abgefangen, weil er angeblich gegen die EU-Sanktionen gegen Russland wegen dessen Einmarsch in der Ukraine verstoßen hatte. Anschließend wurde es zusammen mit der russischen Besatzung in den Hafen von Karistos gebracht.
Später wurde festgestellt, dass es sich bei der Ladung des Tankers um etwa 115.000 Tonnen iranisches Öl handelte, was die USA dazu veranlasste, im Rahmen der gegen Teheran verhängten Sanktionen die Überführung des Rohöls zu fordern, eine Forderung, die schließlich von den griechischen Behörden akzeptiert wurde.
Diese Entscheidung löste Kritik aus Teheran aus, das den griechischen Geschäftsträger im Iran einbestellte, um gegen das zu protestieren, was es für «inakzeptabel» hielt. Darüber hinaus kritisierte das iranische Außenministerium Griechenland dafür, dass es «dem Druck der USA nachgibt».






