
Die Europäische Union hat der Ukraine seit Beginn der russischen Aggression humanitäre Hilfe in Höhe von 1 Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Dies geht aus einer Erklärung des für Krisenmanagement zuständigen Kommissars Janez Lenarcic vom Donnerstag hervor, der erklärte, die Priorität liege nun auf der Instandsetzung der durch die russische Angriffswelle beschädigten Infrastruktur.
Auf einer Pressekonferenz im EU-Koordinierungszentrum für Notfallmaßnahmen erklärte der slowenische Kommissar, dass 500 Millionen Euro der Gesamtmittel für humanitäre Maßnahmen in der Ukraine durch UN-Organisationen, das Rote Kreuz und andere Organisationen ausgegeben wurden.
Das andere Bein ist die konkrete Nothilfe, mit der die Mitgliedstaaten seit Beginn der russischen Invasion auf 190 Ersuchen der ukrainischen Behörden reagiert haben. Im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens haben die EU-27 die von Kiew angeforderte spezifische Hilfe bereitgestellt, insbesondere Lebensmittel, Medikamente, medizinische und landwirtschaftliche Ausrüstung und Krankenwagen, was Lenarcic als die größte und längste Operation» in der Geschichte dieses Instruments bezeichnete.
Außerdem wies der Krisenmanagementbeauftragte darauf hin, dass die EU mit ihrer strategischen Reserve zusätzlich zu den von den Mitgliedstaaten angebotenen Hilfen konkrete Unterstützung leistet. In diesem Fall stellt sie Material für Notunterkünfte für Binnenvertriebene und Kaliumtabletten zur Verfügung, um eine mögliche Strahlung in der Umgebung des Kernkraftwerks Saporija zu verhindern.
SCHUTZ UND ENERGIE FÜR DEN WINTER «Der Winter steht vor der Tür und unsere humanitäre Hilfe hat Priorität. Der Bedarf ist nach der systematischen Zerstörung kritischer Infrastrukturen in der Ukraine, die erhebliche Schäden an den Strom- und Wassernetzen verursacht hat, noch größer», betonte er.
Die EU habe sich schon vor dem Sommer auf den Bedarf der Ukraine vorbereitet und sei mit der Entsendung von 500 Stromerzeugern, die angesichts der russischen Angriffe auf Energieanlagen verdoppelt werden müssten, dem Zeitplan voraus.
Die Europäische Union hat auch durch technische Programme geholfen, Wasser- und Elektrizitätssysteme zu sanieren, die Tausende von ukrainischen Zivilisten mit grundlegenden Dienstleistungen versorgen, und hat angedeutet, dass sie die Entsendung von mehr Ausrüstung zur Reparatur dieser Art von Anlagen vorbereitet.
Angesichts des wachsenden humanitären Bedarfs in der Ukraine forderte Lenarcic die Mitgliedstaaten auf, ausreichende Ressourcen bereitzustellen, um die zunehmenden Anfragen aus der Ukraine bewältigen zu können, und wies darauf hin, dass die europäische strategische Reserve aufgestockt werde, um eine Reaktion auf Kiew zu gewährleisten.






