
Fünf Personen, die als Verdächtige des Anschlags vom Sonntag auf der Istiklal-Allee in der türkischen Hauptstadt Istanbul gelten, bei dem sechs Menschen starben und 81 verletzt wurden, wurden heute früh bei einer Polizeiaktion festgenommen.
Es handelt sich um drei moldauische Staatsbürger und einen Mann arabischer Herkunft, von denen einer als Komplize einer anderen von Interpol wegen Terrorismus gesuchten Person gilt. Über den fünften Häftling liegen keine Informationen vor.
Nach Angaben des Senders NOVA beabsichtigten der von Interpol wegen Terrorismus gesuchte Mann und seine rechte Hand, weitere Anschläge zu verüben, sowohl in der Türkei als auch in einem EU-Land.
In den kommenden Stunden, so bestätigt die bulgarische Staatsanwaltschaft gegenüber dem Sender, werden die ersten Verfahren nach den Anti-Terror-Gesetzen des Landes eingeleitet werden. Die Staatsanwaltschaft hat aus Gründen der nationalen Sicherheit keine weiteren Informationen in dieser Angelegenheit erteilt.
Teams der Istanbuler Polizei nahmen am frühen Montagmorgen die mutmaßliche Attentäterin sowie 21 weitere Personen fest, von denen 17 strafrechtlich verfolgt werden.
Istanbul wurde in der Vergangenheit von mehreren Explosionen heimgesucht, darunter ein Selbstmordanschlag in Istiklal im Jahr 2016, bei dem ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistengruppe Islamischer Staat fünf Menschen tötete.
Im selben Jahr bekannte sich die PKK, die in der Türkei als terroristische Organisation gilt, zu einem Bombenanschlag, bei dem 38 Menschen vor einem Fußballstadion im Stadtteil Besiktas im Zentrum Istanbuls getötet wurden.






