
Malis Militärjunta hat am Montag ein Verbot der Aktivitäten französischer Nichtregierungsorganisationen (NRO) angekündigt, nachdem die französische Regierung beschlossen hatte, die Entwicklungshilfe für das afrikanische Land zu stoppen – eine neue Episode politischer Spannungen zwischen Paris und Bamako.
Die malische Regierung ist der Ansicht, dass die französischen Behörden «phantasievolle» und «unbegründete» Anschuldigungen erheben, wie z. B. die, dass die Junta mit Russland und insbesondere mit der Wagner-Gruppe, einem Netzwerk von Söldnern mit Verbindungen zum Kreml, zusammenarbeitet.
Für das afrikanische Land besteht das Ziel von Paris darin, die öffentliche Meinung zu «manipulieren» und letztlich zur «Destabilisierung» Malis beizutragen. Sie forderte die «Achtung» ihrer Souveränität und ihr Recht, ihre internationalen Verbündeten selbst zu wählen.
«Folglich hat die Übergangsregierung beschlossen, mit sofortiger Wirkung alle Aktivitäten von NRO zu verbieten, die in Mali mit französischer Finanzierung oder technischer Unterstützung tätig sind, auch im humanitären Bereich», heißt es in der offiziellen Mitteilung.
Diese neue Eskalation kommt, nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron das Ende der «Barkhane»-Operation in der Sahelzone verkündet hat, während die internationalen Truppen aufgrund der Spannungen mit der Militärjunta wegen der Verschiebung der Wahlen nach den Putschen vom August 2020 und Mai 2021 abgezogen werden.






