
Die US-Regierung hat die russischen Behörden beschuldigt, die für Dienstag in Ägypten geplanten Gespräche zur Neuformulierung des Vertrags über die Reduzierung strategischer Waffen (START) «einseitig» auszusetzen.
Ein Sprecher des Außenministeriums teilte CNN mit, dass Russland die US-Seite darüber informiert habe, dass es bei den Gesprächen nicht anwesend sein werde und zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Termin für diese Konsultationen vorschlagen werde.
In diesem Sinne betonte der Sprecher, dass Washington «bereit sei, das Treffen so schnell wie möglich zu verschieben», da es die Wiederaufnahme der Konsultationen als «vorrangig» betrachte, um weiterhin auf das START-Abkommen als «Stabilitätsinstrument» zählen zu können.
Das russische Außenministerium bestätigte die Aussetzung des Treffens, ging aber nicht auf weitere Einzelheiten ein.
Washington und Moskau kündigten im Februar 2021 das Inkrafttreten einer fünfjährigen Verlängerung des Vertrags an, mit dem Ziel, «die nationale Sicherheit beider Länder» zu stärken und «überprüfbare Grenzen für interkontinentale Atomwaffen» zu gewährleisten.
Der START-Vertrag wurde 1991 von den damaligen Staatsoberhäuptern der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, George H.W. Bush und Michail Gorbatschow, unterzeichnet. Bush und Michail Gorbatschow. Im April 2010 wurde das Abkommen durch den New-START-Vertrag ersetzt, der von den damaligen Staatsoberhäuptern der USA und Russlands, Barack Obama bzw. Dmitri Medwedew, unterzeichnet wurde.
Das Abkommen, das derzeit durch eine 2021 unterzeichnete Verlängerung in Kraft ist, läuft 2026 aus. US-Präsident Joe Biden hat seine Bereitschaft bekundet, einen neuen Rahmen für die Rüstungskontrolle auszuhandeln, der den derzeitigen Pakt mit Moskau ersetzen soll.






