
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg versicherte am Donnerstag in Berlin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz, dass das Atlantische Bündnis «keine Partei» im Ukraine-Konflikt sei und sich «nicht in Putins Krieg hineinziehen» lasse.
«Während der Winter naht, bombardiert Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine und versucht, die Ukrainer einzufrieren und zu unterdrücken. Putin setzt den Winter als Waffe ein, und wir dürfen ihn nicht gewinnen lassen», sagte Stoltenberg.
Der NATO-Generalsekretär erinnerte während der Pressekonferenz auch an die jüngste «Sabotage» der Nord Stream-Pipelines und sagte, dies erinnere «jeden» an die «Verwundbarkeit» der Infrastruktur.
«Als Reaktion darauf hat die NATO die Zahl der Schiffe, die in der Nord- und Ostsee patrouillieren, verdoppelt und den Informationsaustausch verstärkt. Aber wir müssen mehr tun, um diese lebenswichtige Infrastruktur zu schützen», sagte er.
Stoltenberg begrüßte auch den deutsch-norwegischen Pakt zum Schutz der unterseeischen Infrastruktur durch ein NATO-Infrastrukturzentrum. «Ein solches Zentrum würde den Verbündeten ein besseres Situationsbewusstsein verschaffen», sagte er und fügte hinzu, dass es eine Landkarte zur Ermittlung von «Schwachstellen» sein könnte.






