
Die US-Justiz hat J. Alexander Kueng, einen der ehemaligen Polizeibeamten aus Minneapolis, die in den Tod von George Floyd verwickelt waren, der im Januar 2020 an einem Herzstillstand starb, nachdem ein anderer Beamter, Derek Chauvin, mehr als neun Minuten lang ihren Hals gequetscht hatte, zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Als Kuengs Prozess im vergangenen Oktober beginnen sollte, bekannte er sich der Beihilfe zum Totschlag zweiten Grades schuldig, um zu erreichen, dass der Staat die Anklage wegen Beihilfe zum Totschlag zweiten Grades gegen ihn fallen lässt.
Kueng verbüßt derzeit eine dreijährige Haftstrafe wegen Verletzung von Floyds Bürgerrechten an jenem schicksalhaften 25. Januar, als der Tod des US-Bürgers in Minnesota international, aber vor allem in den USA, eine Welle von Protesten gegen Rassismus und unter dem Slogan «Black Lives Matter» auslöste.
Die Anwälte, die die Interessen der Familie Floyd vertreten, haben ihrerseits in einer Erklärung anerkannt, dass dieses Urteil auf bundesstaatlicher Ebene, das zu dem auf Bundesebene hinzukommt, Gerechtigkeit bietet». «Wir hoffen, dass Momente wie diese der Familie auch in der kommenden Weihnachtszeit, in der sie ohne George auskommen muss, ein wenig Frieden bringen werden, weil sie wissen, dass Georges Tod nicht umsonst war», so die beiden.
Kueng sowie die bereits erwähnten Chauvin, Tou Thao und Thomas Lane sind die vier Polizeibeamten aus Minneapolis, die an der tödlichen Verhaftung Floyds beteiligt waren. Chauvin wurde bereits im Juni 2021 von einem staatlichen Gericht wegen mehrfachen Mordes zu 22,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein staatliches Gericht bestätigte auch eine 21-jährige Haftstrafe.
Kueng und Thao wurden wegen des Mordes auf Bundesebene verurteilt und für schuldig befunden, Floyds Bürgerrechte verletzt und nicht eingegriffen zu haben, um Chauvin bei seinen Verhaftungsmanövern zu stoppen, wie der US-Sender CNN berichtet.
Lane, der vierte Beamte, der Floyds Beine während der Verhaftung festhielt, bekannte sich im Sommer der Beihilfe zum Totschlag zweiten Grades schuldig und wurde im September zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Er verbüßt diese Strafe gleichzeitig mit einer zweieinhalbjährigen Bundesstrafe in Colorado.






