
Das Sonderstrafgericht in Paris bestätigte am Dienstag Haftstrafen zwischen zwei und 18 Jahren für die acht Angeklagten des Anschlags von Nizza 2016, bei dem insgesamt 86 Menschen getötet und mehr als 400 weitere verletzt wurden.
Mohamed Ghraieb, Ramzi Arefa und Chokri Chafroud, die drei Hauptangeklagten, wurden des Verbrechens der kriminellen Vereinigung von Terroristen für schuldig befunden, wie der französische Fernsehsender BFM TV berichtet.
Ghraieb und Arefa wurden zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt, während Chafroud 12 Jahre Haft verbüßen muss und für weitere 15 Jahre mit einem Verbot des Waffenbesitzes belegt wird, auch wenn er die entsprechenden Genehmigungen besitzt.
Die französische Staatsanwaltschaft hatte für die drei Hauptverdächtigen Haftstrafen von 15 Jahren gefordert.
Drei weitere Angeklagte, Artan Henaj, Enkeledja Zace und Maskim Celaj, wurden zu acht, fünf bzw. drei Jahren Haft verurteilt. Gegen zwei von ihnen wird außerdem ein dauerhaftes Einreiseverbot in das französische Hoheitsgebiet verhängt.
Die beiden anderen Verdächtigen wurden wegen des Tragens von Waffen und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zu drei bzw. zwei Jahren Haft und einem dauerhaften Einreiseverbot für Frankreich verurteilt.
Mitte September begann vor dem Sonderstrafgericht in Paris der Prozess um den Massenanschlag in Nizza am 14. Juli 2016.






