
Das Oberste Wahlgericht Brasiliens (TSE) hat am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren gegen den scheidenden brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro eingeleitet, weil er das Wahlergebnis angezweifelt und seine Macht während des Wahlkampfs missbraucht haben soll.
Der TSE-Richter Benedito Gonçalves, Generalinspektor des Gerichts, hat den Fall eröffnet, um die von der Koalition des gewählten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva vorgebrachten Anschuldigungen zu prüfen, wie der Sender G1 berichtet.
Das Anwaltsteam der Arbeiterpartei (PT) von Lula da Silva behauptet, dass Bolsonaro und seine Verbündeten versucht haben, die Präsidentschaftswahlen zu diskreditieren und zu destabilisieren, indem sie falsche Nachrichten und Fehlinformationen über die Integrität des Wahlsystems verbreitet haben.
Sie haben auch argumentiert, dass der scheidende Präsident seine politische und wirtschaftliche Macht missbraucht hat, indem er Sozialleistungen erhöht und Vorschusszahlungen an einkommensschwache Brasilianer geleistet hat, um seine Chancen auf eine Wiederwahl zu erhöhen.
«Diejenigen, gegen die ermittelt wurde, haben sich bemüht, falsche Nachrichten über das elektronische Wahlsystem zu verbreiten und die Wahl- und Obergerichte anzugreifen, mit dem klaren Ziel, den Wählern zu schaden», heißt es in der TSE-Erklärung, in der auch darauf hingewiesen wird, dass Bolsonaro fünf Tage Zeit hat, seine Verteidigung vorzulegen.






