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Fast 65 Prozent der Japaner lehnen Steuererhöhung zur Erhöhung der Militärausgaben ab

Ingrid Schulze

2022-12-18
Archiv
Archiv – Japanischer Premierminister Fumio Kishida – Pool/ZUMA Press Wire/dpa

64,9 Prozent der Japaner lehnen den Plan von Premierminister Fumio Kishida ab, die Steuern zu erhöhen, um eine deutliche Erhöhung der Militärausgaben zu finanzieren. Dies geht aus einer von der Nachrichtenagentur Kiodo veröffentlichten Umfrage hervor.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass die Zustimmung zur Regierung Kishida mit 33,1 Prozent seit dem letzten Monat stabil geblieben ist, der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr. Die Missbilligung der Regierung liegt bei 51,5 Prozent, ebenfalls unverändert.

Am Freitag kündigte Kishida eine neue Sicherheitsstrategie für Japan an, die eine seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie dagewesene Erhöhung der Militärausgaben vorsieht, um auf die seiner Ansicht nach von China und Nordkorea ausgehenden Bedrohungen zu reagieren. Der Plan sieht auch eine Erhöhung der Körperschafts- und der Tabaksteuer vor, um diese höheren Verteidigungsausgaben zu finanzieren.

Die Umfrage zeigt, dass 87,1 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Kishida den Plan zur Steuererhöhung nicht angemessen erläutert hat, und nur 7,2 Prozent halten seine Erläuterungen für ausreichend.

Kishidas Plan sieht auch vor, einen Teil der Steuergelder, die für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben und Tsunami 2011 vorgesehen waren, für Verteidigungsausgaben zu verwenden. 74,5 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab und 19,5 Prozent unterstützen ihn.

Uneinigkeit herrscht jedoch über den Erwerb von «Gegenangriffsfähigkeiten», um im Falle einer Aggression feindliches Territorium angreifen zu können und so die Abschreckung Japans zu erhöhen. 50,3 Prozent unterstützen diesen Vorschlag, 42,6 Prozent lehnen ihn ab. Einundsechzig Prozent der Japaner glauben, dass diese Fähigkeit zu Spannungen mit den Nachbarländern führen könnte, und 33,9 Prozent sind der Meinung, dass dies kein Problem darstellt.

Die Umfrage basiert auf 425 Telefoninterviews mit Anrufen in Haushalten von registrierten Wählern und 626 Anrufen auf Mobiltelefonen.

Japans Liberaldemokratische Partei, die traditionell seit Jahrzehnten die japanische Politik dominiert, will auf eine Änderung der pazifistischen Verfassung drängen, um das Land mit einem leistungsfähigeren Militär auszustatten.

Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)

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