
Der Oberste Gerichtshof Russlands hat am Donnerstag die Schließung der Website der Zeitung «Nowaja Gaseta» bestätigt. Sowohl das Gericht als auch die Zeitung selbst bezeichneten diese Entscheidung als neues Hindernis für die Meinungsfreiheit.
Die Zeitung, die nicht der offiziellen Linie des Kremls folgt, war in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren, die sich sowohl gegen die gedruckte als auch die digitale Ausgabe richteten.
In diesem Fall hat der Oberste Gerichtshof über eine Berufung gegen eine erstinstanzliche Entscheidung der Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor entschieden und festgestellt, dass keine Unregelmäßigkeit bei der Schließung der Website vorlag, so dass diese weiterhin in Kraft bleibt, wie aus einer von der Nachrichtenagentur Interfax veröffentlichten Erklärung des Gerichts hervorgeht.
Auch die «Nowaja Gaseta» bestätigte diese Entscheidung in einem Artikel, in dem ihr Gründer, Dimitri Muratow, Friedensnobelpreisträger 2021, den Behörden vorwarf, nicht nur gegen die Interessen der Medien, sondern auch gegen die Interessen der russischen Bürger zu handeln.
In diesem Zusammenhang hat die Zeitung den Behörden vorgeworfen, stets mit einer zensorischen Voreingenommenheit zu handeln. Muratov ging mit einer Augenbinde zum Gericht, um die Augen der Statue vor dem Gebäude zu verdecken, die die Göttin Themis darstellt, ein Symbol für die angebliche Unparteilichkeit der Justiz.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






